Vorkaufsrecht nicht wahrgenommen

Landsberg hat kein Geld fürs Uniper-Gelände

Uniper-Gelände in Landsberg Eingang
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Die Stadt Landsberg will das Uniper-Gelände im Osten der Stadt doch nicht kaufen.

Landsberg – Wohnungen müssen her – weshalb sich die Stadt Landsberg für einen Teil des Uniper-Geländes ein Vorkaufsrecht erbeten hat. Dort sollen Wohnungen für Bevölkerungsgruppen mit Wohnraumproblemen sowie alternative Wohnformen entstehen. Die Stadt selbst dachte gar eine Turnhalle an. Aus dem Grundstücks-Kauf wird aber nichts.

Die Uniper Kraftwerke GmbH will zwei Drittel des Geländes an der Johann-Schmidt-Straße verkaufen (der KREISBOTE berichtete). Auf dem restlichen Drittel bleibt der Sitz der Kraftwerksgruppe Lech und die Ausbildungswerkstatt.

Die Stadt hatte über ein Vorkaufsrecht und einen Bebauungsplan-Aufstellungsbeschluss ihr Interesse an der Entwicklung des circa 22.300 Quadratmeter großen Gewerbe-Areals und an einem eigenen Erwerb zum Ausdruck gebracht. Weshalb Uniper der Stadt direkt anbot, das Grundstück zu kaufen. Der Kaufpreis und die weiteren Rahmenbedingungen seien „aufgrund vorliegender, verbindlicher Kaufangebote“ weitgehend vorgegeben gewesen, schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung.

Man habe den Kauf des Grundstücks auf der Grundlage dieser Bedingungen umfassend geprüft. In der Sitzung am 28. Oktober habe der Stadtrat den angebotenen Grundstückskauf jedoch „einvernehmlich aus wirtschaftlichen Gründen abgelehnt“.

Nach dem vom Unternehmen Uniper angestrebten Verkauf solle gemäß des Bebauungsplan-Aufstellungsbeschlusses ein zukunftsorientiertes, nachhaltiges Wohngebiet entstehen, das Wohnen für Bevölkerungsgruppen mit Wohnraumversorgungsproblemen und alternativen, generationsübergreifenden Wohnformen, aber auch Gemeinbedarfsflächen berücksichtigt. Auch die Anwendung der SoBon-Richtlinie strebt die Stadt Landsberg an.

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