Landsberg fit bis ins Jahr 2020 machen

Ein „Konzept für alle“ soll den Weg Landsbergs bis ins Jahr 2020 aufzeigen. Foto: Schwaiger

Das Ziel ist ein Konzept für alle, für junge Familien mit Kindern, für Ju­gendliche und Senioren, für Berufstätige, Geschäftsleute und natürlich Einzelhändler: das Integrierte Stadtentwicklungskonzept, kurz ISEK. Bis zum Herbst soll es fertig sein und ist im Grunde nicht mehr und nicht weniger als die notwendige Fortschreibung des Flächennutzungsplanes – mit neuen Vorzeichen und größtmöglicher Beteiligung aller Interessensgruppen. Dem entsprechend bedarf es eines klangvollen Projektnamens: „Zukunft am Lech – Stadtentwicklung Landsberg“.

Nachdem der Stadtrat im vergangenen Jahr die Entwicklung eines gesamtstädtischen Entwicklungskonzeptes beschlossen hatte, nahmen die beauftragten Fachbüros im August ihre Arbeit auf. Koordinator dieser „interdisziplinären Projektgruppe“ ist Architekt und Regierungsbaumeister Dr. Hans- Peter Dürsch. Der erste der drei bis Oktober zu vollziehenden Schritte ist, wie sollte es anders sein, die Bestandsaufnahme. „Wo stehen wir?“ lautet die Kernfrage, die spätestens Ende Januar beantwortet ist. Nahtlos geht es im Februar in die „Dialogphase“ über, den „kreativen Teil“ des Verfahrens, so Dürsch. „Wo soll es hingehen?“ ist bis Ende April die Kernfrage. In diesem Schritt zwei liegt der Schwerpunkt in der Bürgerbeteiligung. Hier soll und werde es den Dialog zwischen Bürgern, Politik und den Fachleuten geben – in frühzeitig zu installierenden sechs Arbeitsgruppen. „Integriert statt isoliert“ steht dabei über den sechs Themenblöcken, die von Wohnen, Wirtschaft, Kultur, Mobilität, Energie und Umwelt bis hin zur Kinder- und Jugendarbeit reichen. Zum Auftakt der Bürgerbeteiligung gibt es am 30. März ein Impulsreferat. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, Vizepräsident des Deutschen Städtetages, wird im Historischen Rathaus referieren. Sein Thema: „Ist Größe ein Ziel? Thesen zu Wachstum und Stadtentwicklung.“ An der anschließenden Podiumsdiskussion werden sich neben Fachleuten noch Vertreter der Stadt und der Interessensgruppen, darunter auch der Einzelhandel, betei­li­gen dürfen. Tags darauf, am 31. März, steht dann die Bür­ger­werkstatt an. Die Ergebnisse daraus münden in Schritt drei. Er ist mit der Kernfrage „Was soll getan werden?“ überschrieben. Ende Oktober, so der Fahrplan, liegt dann ein Maßnahmenkatalog vor. Ein „Mehrgenerationenkonzept“ werde es sein, verspricht Dr. Dürsch, „denn nur so funktioniert eine Stadt.“ Dem kann OB Ingo Lehmann nur beipflichten: „Wir führen die Diskussion auf breiter Basis auch, weil wir die Stadt fit bis ins Jahr 2020 machen wollen.“ Die Regierung von Oberbayern fördert ISEK mit 60 Prozent. Andererseits ist das Konzept wichtige Grundlage, um Mittel aus der Städtebauförderung in Anspruch nehmen zu können. In diesem Zuge wird die Stadt auch das Landsberger Einzelhandelsgutachten aus dem Jahr 2000 erneuern.

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