Nach 32 Jahren wieder vereint

Landsberg: Jahrzehntelang verschollener Ehering kehrt zu Besitzerin zurück

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Nach 32 Jahren hat Barbara Göster ihren verlorenen Ehering – im kleinen Bild unten zu sehen – wieder. Ein ehrlicher Finder gab ihn im Fundbüro ab.

Landsberg – Wenn man 55 Jahre verheiratet ist, ist die Juwelenhochzeit fällig. Ein Zeugnis dieser langen Zeitspanne ist auch der Ehering. Umso schlimmer, wenn man ihn verliert. So ist es Barbara Göster aus Erpfting ergangen. Vor über 30 Jahren hatte sie ihren Ehering bei der Arbeit auf ihrem Acker verloren. Jetzt ist er wieder aufgetaucht.

Von Wind, Wetter und Landarbeitsgeräten unbeschädigt tauchte Barbara Gösters Ehering nach 32 Jahren in einem Feld wieder auf.

Auf einem Feld zwischen Erpfting und Igling war der ehrliche Finder unterwegs, als im Feld, nicht weit vom Weg entfernt, etwas glitzerte. Als er den Ring aufhob und ins Innere schaute, sah er die Gravur: „Schorsch 6. 2. 65” und „G.g.G.“. Dass es sich dabei nicht um die Initialen des Besitzers handelt, schreib dem KREISBOTEN eine Leserin: "G.g.G. heißt 'Gott gebe Glück'. Die heutige Generation kennt das kaum mehr, da dies nicht mehr graviert wird. Scherzhaft sagte man dazu auch 'Gatte gibt Geld'."

„Es wäre doch außergewöhnlich schön, diesen Ring wieder mit der Besitzerin zu vereinen“, schrieb der Finder daraufhin dem KREISBOTEN.

Kurz darauf gab er den Ring im Fundbüro ab. „Die werden auch in den Akten der Eheschließungen nachschauen, ob sie den ‚Schorsch’ mit diesem Hochzeitsdatum finden“, schrieb der Finder.

Die Suche war erfolgreich: „Schorsch“ Göster aus Erpfting erhielt am Freitag einen Anruf vom städtischen Fundbüro. Dort hatten die Mitarbeiterinnen anhand des eingravierten Datums und der Initialen den Besitzer im Einwohnermeldeprogramm ausfindig gemacht. „Wir hatten zwar nur eine Eheschließung am 5. Februar 1965. Aber wir dachten uns, dass am 6. wahrscheinlich die kirchliche Hochzeit war“, sagt Patricia Banning. Treffer: Am 5. Februar 1965 hatte ein Georg in Landsberg geheiratet.

Der Ring habe 32 Jahre im Feld gelegen, sagt Georg Göster. Seine 81-jährige Frau, die schon längst einen neuen Ehering am Finger trägt, habe ihn wohl bei der Arbeit auf dem Feld verloren. Der Zahn der Zeit und auch schwere Feldmaschinen konnten dem Goldstück übrigens nichts anhaben: Er glänzt noch immer wie neu.
Susanne Greiner

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