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Landsberg: Jugendbeirat diskutiert Übergangslösungen für Skaterpark

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Im August letzten Jahres wurde der Skatepark am Inselbad abgebaut. Eine Übergangslösung ist schwierig.

Landsberg – Das Thema Skaten hat bereits Generationen von Jugendbeiräten beschäftigt und sorgt auch jetzt wieder für Diskussionen. Seit der Skatepark neben dem Inselbad abgebaut wurde, um die Fläche als Baufeld für den Lady-Herkomer-Steg zu nutzen, müssen Landsberger Jugendliche in andere Orte ausweichen. Ob und wie bis zur Errichtung eines neuen Skateparks eine Interimslösung geschaffen werden kann, ist offen.

Lennart Möller, ehemals Sprecher des Jugendbeirats und mittlerweile Stadtratsmitglied für die Grünen, sprach vermutlich vielen Jugendlichen aus der Seele, als er auf den Punkt brachte, wie die Situation „Skatepark“ sich aus seiner Sicht darstellt. Der Skatepark sei letztes Jahr „ohne große Vorankündigung“ einfach weg gewesen. Seitdem „baut man entweder Luftschlösser“ oder rede nur über Probleme. Dabei wären die Skater übergangsweise mit wenig zufrieden – einer versiegelten Fläche und ein paar Obstacles von der abgebauten Anlage. Möller ist überzeugt, dass sich eine solche Zwischenlösung „für kleines Geld“ realisieren ließe.

Ein geeigneter Standort ist allerdings schwer zu finden, da er aus Emissionsschutzgründen weit genug von jeglicher Wohnbebauung entfernt sein muss. Eine Fläche in der Nähe des Kreisverkehrs am Schlüsselanger würde zwar diese Bedingung erfüllen, müsste aber erst geteert werden – was laut Zweitem Bürgermeister Moritz Hartmann (Grüne) 130.000 Euro kosten würde. Er wollte von den Jugendbeiräten wissen, ob auch ein Standort im Gewerbegebiet – etwa im Frauenwald – in Frage käme oder ob auf Zentrumsnähe Wert gelegt werde. „Besser irgendwo irgendwas als gar nichts“, entgegnete Johanna Krach und erntete keinen Widerspruch. Im Moment fahren Landsberger Jugendliche offenbar nach Kaufering, Eching oder Schondorf, wenn sie skaten wollen.

Als weiterer möglicher Standort wurde der Parkplatz am Jugendzentrum in der Spöttinger Straße diskutiert. Hartmann sagte zu, diesen prüfen zu lassen. Außerdem will er beim Liegenschaftsamt nach möglichen Flächen im Frauenwald fragen.

Die Stadt will einen neuen dauerhaften Skatepark beim geplanten Jugendzentrum bauen. „Das wird aber noch einige Jahre dauern“, so Hartmann. Bis dahin dürfte bereits eine neue Generation an Jugendbeiräten im Amt sein.
Ulrike Osman

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