"Landsberg mit Kultur erfüllen"

Nach der „Zwangspause“, bedingt durch die Renovierung der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, dürfen sich Musikfreunde in diesem Jahr auf viele Veranstaltungen freuen, bei der die „Königin der Instrumente“ im Mittelpunkt steht. Neben der „Nacht der Romantik“ findet auch wieder der berühmte „Orgelsommer“ statt.

Wie Johannes Skudlik, Gründer und musikalischer Leiter der „Landsberger Konzerte“ kürzlich in einem Pressegespräch erklärte, steht die diesjährige Konzertnacht, die am 23. Juli stattfindet, im Zeichen der Romantik und feiert die „Geburtstagskinder“ Frédéric Chopin und Robert Schumann, deren Geburtstage sich in diesem Jahr zum 200. Mal jähren, und Gustav Mahler, der 150 Jahre alt geworden wäre. Wie bereits in der „Mozart-Nacht“, der „Italienischen Nacht“, der „Wiener Nacht“ und der „Nacht der Tasten“ können sich Besucher zwischen 19 Uhr und Mitternacht aus einem großen und breitgefächerten Angebot ihr individuelles Konzertprogramm zusammenstellen und von einer Attraktion zur anderen spazieren. Höhepunkte des Abends sind dabei die „Symphonie Nr. 4“ von Anton Bruckner und das „Landsberger Te Deum“, ein Auftragswerk des bekannten Filmkomponisten Enjott Schneider. Als Hommage an die neueröffnete Stadtpfarrkirche werden sich marianische Motive als roter Faden durch das Programm ziehen. Die „Nacht der Romantik“ ist der Höhepunkt eines attraktiven und künstlerisch an-spruchsvollen Musikjahrs, in dessen Zentrum die Landsberger Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt steht und deren Wiedereröffnung auch musikalisch gefeiert werden soll. Johannes Skudlik, Kirchenmusiker von Mariä Himmelfahrt, plant als kirchenmusikalische Highlights unter anderem zwei Messen von Wolfgang Amadeus Mozart: die C-Moll-Messe am Ostersonntag und die Krönungsmesse an Mariä Himmelfahrt. Mitte Dezember kommt Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium zu Aufführung – nicht wie seit Jahren in der Christmette in Auszügen, sondern die vollständigen Kantaten I-III mit allen Arien, Chören und Orchesterstücken. Schmerzlich vermisst wurde in den vergangenen Jahren der „Landsberger Orgelsommer“, der 2010 sogar ein Jubiläum feiert. Zum 25. „Geburtstag“ des Festivals plant Johannes Skudlik für die Zeit vom 26. Juni bis 11. September 2010 wieder zwölf Matinéen, jeweils samstags um 11.15 Uhr. Den Beginn machen Werke von Georg Friedrich Händel für Orgel und Orchester mit Skudlik als Solist. Für das erste Orgel-Abendkonzert am 16. Oktober 2010 konnte der ehemalige Musikdirektor der Londoner Westminster Abbey, Simon Preston, gewonnen werden. Der weltberühmte Interpret hatte vor drei Jahren das letzte Abendkonzert in der damals schon mit Gerüsten vollgestellten Kirche gegeben. „Landsberg hat als Orgelstadt einen Ruf in der Fachwelt“, erklärt Johannes Skudlik. „Dadurch, dass wir das Spielfeld erweitert haben und ein Netzwerk mit insgesamt zehn Nationen aufgebaut haben, ist es möglich, solch ein hochkarätiges Programm zu bieten und die besten Organisten Europas nach Landsberg zu holen.“ In diesem Zusammenhang bedankte sich Skudlik ausdrücklich bei der Stadt Landsberg für die Unterstützung und der Firma Rational, die seit Jahren als Sponsor wirkt. Denn Landsberg habe, so der Kirchenmusiker, ein großes kulturelles Potential wie beispielsweise seine verschiedenen Chöre, das es darzustellen und auch nach außen zu tragen gelte. „Landsberg ist eine wunderschöne Stadt“, betont Johannes Skudlik, „durch die Kultur wird sie mit Leben erfüllt.“ Alle Infos zu Terminen und Programm unter www.landsbergerkonzerte.de.

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