Sieger beim Landeswettbewerb

Für das Herz der Stadt

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Was Amtsvorgänger Ingo Lehmann (links) mit Stadtbaumeisterin Annegret Michler (rechts) auf den Weg gebracht hat, durfte OB Mathias Neuner (2. v. rechts) vollenden: den Hauptplatzumbau. Dafür wurde die Lechstadt jetzt in der Orangerie Ansbach von Innen- und Bauminister Joachim Herrmann (2. v. links) zum Landessieger 2014 gekürt

Landsberg – Vor zweieinhalb Jahren noch lieferten sie sich einen erbitterten Wahlkampf, gestern standen sie in der Orangerie Ansbach in seltener Eintracht Seite an Seite und durften die Früchte ihre Arbeit ernten: OB Mathias Neuner (CSU) und Amtsvorgänger Ingo Lehmann (SPD) nahmen mit Stadtbaumeisterin Annegret Michler aus der Hand von Innen- und Bauminister Joachim Herrmann die Landessieger-Urkunde entgegen – für den vorbildlichen Umbau des Hauptplatzes.

Mit insgesamt 86 Beiträgen bewarben sich 74 Kommunen im Freistaat um den Sieg im Landeswettbewerb „Modellhafte Stadt- und Ortssanierung: Lebensräume für die Bürger“. Unter ihnen, wie im KREISBOTEN berichtet, auch die Stadt Landsberg mit dem Hauptplatzumbau aus der Feder des Münchner Büros „lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh“ nach den Vorgaben aus Bürgerentscheid und Bürgerbeteiligung.

Die Teilnahme am Wettbewerb hat sich gelohnt: Neben Litzendorf (Lkr. Bamberg), Ochsenfurt (Lkr. Würzburg), Rosenheim und Kaufbeuren ist Landsberg einer der fünf Landessieger 2014. Bei der Fachtagung Städtebauförderung in Ansbach sind sie jetzt ausgezeichnet worden. „Die Wettbewerbsbeiträge zeigen, wie unsere bayerischen Kommunen ihre Innenstädte und Ortskerne durch qualitätsvolle und barrierefreie öffentliche Räume attraktiver gestalten können“, so Innen- und Bau­minister Herrmann bei der Preisverleihung. Gut gestaltete öffentliche Räume garantierten nicht nur hohe Lebensqualität, sie seien auch wichtige Standortfaktoren für Wohnen, Handel und Gewerbe.

Die Jury des Landeswettbewerbs bescheinigte der Lechstadt, einen „Identifikation stiftenden Hauptplatz für alle Bürger, für und Jung und Alt“ erlebbar gemacht zu haben – „durch Beseitigung von Barrieren, Verlagerung der stark frequentierten Fahrstraße, eine neue bedarfsangemessene Reduzierung des ruhenden Verkehrs und damit einer Stei­ge­- rung der Aufenthaltsqualität.“

Das „Herz der Stadt“ sei nach den Wünschen der Bürger umgestaltet worden, ohne die historischen Wurzeln aus den Augen zu verlieren. Lobend hebt die Jury auch das Engagement der Lechstädter: Sie seien Initiatoren der konzeptionell in Angriff genommenen Umge­- stal­tung gewesen und hätten das Verfahren in dem dafür ins Leben gerufenen „Landsberger Beteiligungsprogramm“ ist zur Projektverwirklichung begleitet – fachlich beraten von Prof. Joachim Vossen.

Toni Schwaiger

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