Der Lechsteg-Pfeiler ist fast fertig

Lechsteg-Bauarbeiten laufen problemlos

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Die Vorarbeiten für das Gießen des Betons am Lechsteg-Pfeiler sind fast abgeschlossen. Auf Kopfhöhe des Bauarbeiters wird ungefähr die Fahrbahn des zukünftigen Stegs verlaufen.

Landsberg – „Höher wird der Pfeiler nicht.“ Tiefbaureferatsleiter Hans Huttenloher deutet auf die gut zwei Meter Pfeilerlänge, die oberhalb des aufgeschütteten Kieses der Lechsteg-Bauinsel zu sehen sind. Von hier aus reicht der im Durchmesser gut ein Meter dicke Pfeiler acht Meter in die Tiefe. Am Montag und Dienstag wurde er bereits betoniert. Womit die Arbeiten im Osten der Lechsteg-Baustelle vorerst abgeschlossen sind.

Zwischen Wasseroberfläche und Steg liegen nach der Fertigstellung rund sechs Meter, informiert Michael Oberndorfer vom Tiefbauamt. „Beim Jahrhunderthochwasser hätte es noch einen Meter Spielraum zwischen Wasser und Steg gegeben.“ Sieht im Moment nicht so aus. Aber der aufgeschüttete Kies wird ja wieder entfernt.

Alles laufe bisher nach Plan, sagt Huttenloher. „Wenn kein starker Frost kommt, könnten die Arbeiten für das Widerlager auf beiden Seiten bereits Mitte Februar beginnen.“ Im Osten ist dafür auch alles fertig. Der Bachzulauf ist stillgelegt – und wird nach Fertigstellung des Widerlagers wieder genauso fließen wie zuvor. Auf dieser Seite wird das Widerlager links Zufahrt auf der Seite des Inselbades liegen.

Im Westen ist der „Berliner Verbau“ zur Abstützung der Straße und zum Anbringen des Widerlagers samt Aussichtsplattform fertig. Es gibt allerdings noch ein kleines Problem: „Das Drainagerohr der Baustelle ULP muss noch nach Norden verlegt werden“, informiert Huttenloher. Das könne erst ab dem 7. Januar gemacht werden, weshalb zwei der 17 Bohrpfähle auf dieser Seite noch nicht eingesetzt werden konnten. Zuerst habe man gehofft, die Pfeiler um das Rohr herum einsetzen zu können. Aber in der Praxis war dann doch zu wenig Platz verfügbar: „Sie können solche Pfähle nicht millimetergenau planen“, sagt der Referatsleiter. Die Gefahr, das Drainagerohr zu beschädigen, und der dabei zu erwartende Schaden auf der ULP-Baustelle wegen mangelnder Entwässerung seien schlicht zu groß gewesen. Dafür lasse man den für das Einsetzen der Pfähle notwendigen Riesenbohrer – Gewicht 60 Tonnen – auch gerne zweimal anrücken.

Verursacht das nicht Mehrkosten? „Ja“, bestätigt Huttenloher. „Aber einerseits haben Änderungen bereits zu Kosteneinsparungen für die Baufirma gesorgt.“ Und die Kosten für den Ab- und Antransport des Bohrer seien im Vergleich zum möglichen Überschwemmungsschaden auf der Baustelle absolut zu vernachlässigen.“

Die Fußgänger scheinen die Absperrungen immer noch resolut zu ignorieren. So war auf der Ostseite am Wochenende wieder ‚Tag der offenen Tür‘ – und das Gitter zur Seite geschoben. Auch auf der Westseite liegen sämtliche Zäune des abgesperrten Weges am Lech entlang an der Seite oder sind eingetreten. Auf der Von-Kühlmann-Straße sähe er immer wieder Autos in der ‚gesperrten‘ Richtung fahren, auch Radfahrer und Fußgänger nutzen die Straße trotz Verbot, berichtet Huttenloher. „Aber zum Glück ist bisher noch nichts passiert.“

Der Biber und die Bauarbeiten

Dem Biber scheint es langsam zu bunt zu werden mit den vielen Baustellen entlang seines Reviers. Und wer weiß, vielleicht versucht er jetzt ja aus Trotz, den Lech aufzustauen? Inzwischen hat er sich auf die Bäume bei der Lechstegbaustelle entlang des Ufers vor dem Inselbad verlegt – und auch schon einige zu Fall gebracht. Zwar habe das Wasserwirtschaftsamt Weilheim bereits einige Stämme mit Draht abgesichert, informiert Michael Oberndörfer vom städtischen Tiefbauamt. Was den Biber nicht stört. Nimmt er eben den Nachbarbaum.
Susanne Greiner

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