Hartmann vs. Neuner 2.0

Moritz Hartmann will Oberbürgermeister von Landsberg werden

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Moritz Hartmann will sich als Landsberger OB-Kandidat aufstellen lassen werden.

Landsberg – Die Familie Hartmann startet einen neuen Versuch: Moritz Hartmann will sich als Oberbürgermeister-Kandidat der Grünen Landsberg nominieren lassen. 2012 kam Moritz‘ jüngerer Bruder Ludwig, damals 32, immerhin in die Stichwahl, konnte sich aber dann nicht gegen Mathias Neuner durchsetzen. „Aber wir sind alle ganz verschieden“, betont Moritz. Vergleichen könne man das nicht. Obwohl er natürlich auch hofft, in die Stichwahl mit Neuner zu kommen.

Moritz Hartmann hat früh mit der Politik angefangen: „Wir sind eben eine politische Familie. Unsere Eltern haben uns das vorgemacht und uns auch dazu ermutigt.“ Der heute 43-Jährige war Gründungsmitglied des Landsberger Jugendbeirats – mit 16 Jahren. Sein erster Antrag: eine Feuerstelle am Lech. „Damals dachte ich, das geht ganz schnell. Der Antrag hat aber fünf Jahre gedauert. Politik braucht eben auch Zeit“ Irgendwann war sie dann da, am Bolzplatz in der Weilheimer Straße. „Und gleich am nächsten Tag kam die erste Beschwerde eines Nachbarn.“

Es sei jetzt für ihn die ideale Zeit für die OB-Kandidatur: „Ich hab mir das schon länger überlegt, aber jetzt bietet es sich auch an.“ Die Grünen wollten ja auf jeden Fall einen Kandidaten stellen. Er habe sowohl die Zeit als auch die Lust auf einen intensiven Wahlkampf. Und ein gutes Team im Hintergrund. „Auch meine Arbeit lässt sich gut damit vereinbaren.“ Der Sozialpädagoge ist seit 2003 Gemeinde-Jugendpfleger im Fuchstal und arbeitet seit 2009 in der dortigen offenen Ganztagsschule, seit zwei Jahren sogar in der Leitung.

Seine Entscheidung, sich als OB-Kandidat aufstellen zu lassen, beruhe auf seinem Wunsch, etwas mitgestalten zu können. „Und man kann mehr gestalten, wenn man das Zepter in der Hand hat“, formuliert er direkt. Was ihn im Moment beschäftige, sei die mangelnde Umsetzung der zahlreichen Stadtratsbeschlüsse.“ Wir müssen da einen Stau abarbeiten, auch in Bezug auf die Anträge.“ Zudem will er die Beschlüsse transparenter gestalten sowie nach Möglichkeit die Bürger mehr beteiligen. Vor allem am Beispiel des Lech­stegs habe man gesehen, dass die Kommunikation mit dem Bürger verstärkt werden müsse. Es gehe darum, verschiedenen Schwerpunkte nicht gegeneinander auszuspielen.

Als weitere Ziele nennt Hartmann natürlich den Klimaschutz: „Hier kann die Stadt viel machen und sie muss Vorbild sein.“ Es gelte, die Mobilitätswende zu schaffen. Das koste Geld, weshalb es notwendig sei, Prioritäten zu setzen: „Deshalb pochen wir ja auch nicht auf die Tiefgarage unter dem neuen Jugendzentrum.“

Und natürlich liegt ihm die Jugendarbeit am Herzen. Generationengerechtigkeit, junge Leute in die Entscheidungen einbinden, und zwar durch jugendgerechte Formate. „Das ist viel Arbeit. Aber ich denke, wir müssen auf die Jugendlichen zugehen.“ Denn die ehrenamtliche Tätigkeit der jungen Generation nehme schon aufgrund des Bevölkerungsrückgangs und der gleichzeitigen Alterung der Gesellschaft ab. „Die Ehrenamtlichen sind sozusagen die A-Jugend. Und die soll ja mal die 1. Mannschaft werden – im Idealfall sogar Trainer.“

Die Aufstellungsversammlung für den OB-Kandidaten der Grünen ist am 13. September. Ein gutes Datum, findet Hartmann, die erste Schulwoche. Auch wenn es ein Freitag ist. „Aber ich bin eindeutig nicht abergläubisch.“

Susanne Greiner

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