Großer Neubau am Penzinger Feld

Landsberg: Neues Zuhause für den Ruethenfest-Verein

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Die prächtigen Festwagen und vieles mehr sollten künftig im Neubau des Ruethenfestvereins am Penzinger Feld untergebracht werden.

Landsberg – Der Ruethenfestverein soll ein neues Zuhause bekommen. Angedachter Standort ist das Penzinger Feld westlich des Fachmarktzentrums. Hier könnte ein Gebäude mit Halle, Stallungen und Nebenräumen entstehen. Im Finanzausschuss kam man überein, einen Bebauungsplan für das „Sondergebiet Ruethenfestverein“ aufzustellen.

Bisher ist der Ruethenfestver­ein im Gebäude der Katharinen­schule untergebracht. Diese soll jedoch erweitert werden und benötigt die Räumlichkeiten selbst. Unmittelbar vor und während des Ruethenfests waren die Zugpferde für den Festumzug bisher im Bauhof untergebracht. Am neuen Standort soll alles zusammengeführt werden. Westlich des Parkplatzes am Fachmarktzentrum und nördlich der Wohnbe­bauung Am Kornfeld soll ein eingeschossiger Neubau mit Unterstellmöglichkeiten für Festwagen, Büro, Lager-, Näh- und Besprechungsräumen errichtet werden.

Eigentlich hätte das Thema bereits in der Vorwoche im Stadtrat behandelt werden sollen. Aufgrund der Fülle der Tagesordnungspunkte und der vorgerückten Stunde wurde der Finanzausschuss ermächtigt, die Entscheidung über die Aufstellung eines Bebauungsplans zu treffen. Das tat er ohne Gegenstimme, aber nicht ohne Diskussion. Von Ulrike Gömmer (Grüne) kam die Forderung, Flächenverbrauch und Versiegelung auf der landwirtschaftlichen Fläche am Penzinger Feld so gering wie möglich zu halten. Ihren Vorschlag, zweigeschossig zu bauen, versprach Oberbürger­meisterin Doris Baumgartl (UBV) „mitzunehmen“.

Ludwig Hartmanns (Grüne) Frage zielte in die gleiche Richtung. Er wollte wissen, welche anderen Standorte denn geprüft worden seien, etwa am Fliegerhorst oder in Sandau. Allerdings dürfe die Distanz zur Altstadt nicht zu groß werden, wie Stadtbaumeisterin Birgit Weber sagte. Schon mit dem Ruethenfest-Umzug selbst würden die Pferde Schwerarbeit leisten, zumal bei großer Hitze. Man habe auch Standorte im Frauenwald und am Schlüsselanger geprüft. Der jetzige Vorschlag sei aber der einzige, der alle Bedingungen erfülle. Einstimmig angenommen wurde Lennart Möllers (Grüne) Forderung, die Ziele der Planung ökologisch, nachhaltig und klimafreundlich umzusetzen.

Nachträglich korrigiert

Ein grundsätzliches Problem hatte Stefan Meiser (ÖDP). Er verwies darauf, dass im ursprünglichen Sachvortrag von „städtischen Flächen“ die Rede gewesen sei, obwohl die Flurstücke der Heilig-Geist-Spital-Stiftung gehören und der Stadtrat in der Vergangenheit Beschlüsse zu Wertermittlung und der Möglichkeit eines Erbbaurechts gefasst habe.

Was den ÖDP-Stadtrat aber vor allem empörte, war die Tatsache, dass für die Stadträte die Sitzungsvorlage vom 15. Juli offenbar nachträglich korrigiert worden war. „Eine Änderung, über die wir nicht informiert wurden, darf es nicht geben“, so Meiser. Doris Baumgartl will den Vorgang prüfen. Es handele sich wohl um einen EDV-Fehler.
Ulrike Osman

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