Und wenn was rauskommt?

Feinstaub und mehr: Landsberg prüft, ob die Umweltbelastung geprüft wird

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Kommt das bald am Hauptplatz: die Feinstaubmessstation?

Landsberg – Es ist ein Erfolg für Stefan Meiser von der ÖDP: Der Stadtrat beauftragte auf seinen Antrag hin am Mittwoch die Verwaltung, die Aufstellung eines „Messgerätes zur Messung der Feinstaubbelastung und weiterer Luftwerte auf dem Hauptplatz“ zu prüfen. Wie groß ist so eine Station? Wo muss sie stehen? Was kostet sie? Wie ist die Rechtslage? Und was machen wir, wenn etwas rauskommt?

Letzteres trieb besonders OB Mathias Neuner (CSU) um, dessen Sorge man auch falsch verstehen konnte. Wollte er etwa auf die Messung verzichten, damit nach wie vor die theoretische Berechnung gilt – nach ihr liegt die Feinstaubbelastung am Hauptplatz noch „knapp unter den Grenzwerten“? Wollte er, wie Henrik Lüssmann (Grüne) pointiert formulierte, „aus Angst vor der Diagnose nicht zum Arzt gehen“?

Doch Neuner stellte klar: Er wolle nur rechtzeitig wissen, was die Stadt tun müsse, wenn die Messung zu hohe Werte ergebe. Stadtbaumeisterin Birgit Weber sprang ihm bei: „Dann brauchen wir, wie viele andere Kommunen auch, einen Luftreinhalteplan“.

Petra Ruffing (CSU) sah die Sache ähnlich: „Wenn am Hauptplatz die Werte überschritten sind, dann müssen wir auch im Hinteranger messen.“ Bei ähnlichen Ergebnissen könne das erhebliche Auswirkungen für den Verkehrsfluss in der gesamten Stadt haben.

Auch sie plädierte aber nicht dafür, auf die Messungen grundsätzlich zu verzichten, zumal Stefan Meiser bereits wortwahlmäßig zu erkennen gab, dass es noch nächste Stufen der politischen Auseinandersetzung gibt: „Ich will wissen, ob der Hauptplatz hochtoxisch ist oder nicht.“

Für den Verkehrsentwicklungsplan, der derzeit von einem Fachbüro erstellt wird, kommt die Messung allerdings zu spät – hier wird man erneut auf Berechnungen zurückgreifen müssen. Die Formel heißt „Status quo plus Mehrbelastung durch neue Einwohner minus E-Mobilität und verstärkte Fahrradnutzung“.

Werner Lauff

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