TSV Landsberg rüstet auf

Mit diesem Kader starten die Fußballer des TSV Landsberg in die neue Saison. Grafik: Kruse

Die bevorstehende Saison wird hart für alle Fußball-Landesligisten. Mit der Ligenreform des Bayerischen Fußball-Verbandes wird es am Ende der Spielzeit acht bis neun Aufsteiger (in die neue Verbandsliga, die dann für die Landsberger Bayernliga Süd heißen wird) und einen großen Rest von Absteigern in die neuen Landesligen (davon dann fünf) geben. „Jeder will rauf, das wird hart“, weiß Sepp Hintermeier, Abteilungsleiter beim TSV Landsberg.

Dementsprechend wird allerorten gerade nach Kräften aufgerüstet. „Wenn man sieht, was zum Beispiel Aichach macht, können wir da einfach nicht dagegenhalten“, so Hintermeier. Dort sorgt ein Sponsor für einen großzügig bemessenen Etat, „die holen nur Hochkaräter.“ Diese Möglichkeiten hat man in Landsberg nicht, trotzdem ist man optimistisch, den Sprung unter die ersten Acht schaffen zu können. Die Alternative: Die Landsberger holen junge, hungrige Spieler (zurück) zum TSV und hoffen, dass sich die Jungspunde im Gerüst der Erfahrenen entsprechend entwickeln. Spielertrainer Sven Kresin hat daher ein klares Ziel: „Wir brauchen 13 bis 15 Spieler, die auf einem hohen Level spielen können und auf mehreren Positionen einsetzbar sind. Generell möchte ich den Konkurrenzkampf auf jeder Position erhöhen. Mein Ziel und auch das des Vereins ist es, so schnell wie möglich in Richtung Platz sieben zu gehen und das können wir auch schaffen.“ Für dieses Ziel wurde die Mannschaft ordentlich umgekrempelt, fünf Abgängen stehen mindestens sieben Neuzugänge gegenüber. Im Sturm gehört dazu Marco Leszczynski, den man vom Ligarivalen FC Augsburg II zurückgeholt hat - „und da hat er auch regelmäßig gespielt“, so Sepp Hintermeier. „Trotzdem ist er erst 19, er braucht sicher noch Zeit.“ Kresin: „Ein richtig ekliger, klassischer Mittelstürmer, der aber auch Bälle ablegen kann.“ Die Frage, was damit aus Top-Stürmer Stefan Strohhofer wird, beantwortete sich im Testspiel gegen Schwaben Augsburg von selbst: Strohhofer tauchte auf rechts und links auf, setzte sich regelmäßig durch und kam zu drei Toren (Spielbericht siehe unten). Aus Rottenbuch kommt mit Josef Noder zudem ein Spieler zurück, der dem TSV in der Offensive ebenfalls gut tun wird. „Er hat da 30 Tore geschossen, das war natürlich nur in der Kreisliga, aber das zeigt schon, wo die Reise hingehen könnte“, so Hintermeier. Im Konzept von Kresin ist Noder derzeit auf der linken Seite vorgesehen. Vom defensiven Mittelfeld bis in die Offensive ist der TSV für die entscheidende Saison damit offenbar mehr als gut ausgestattet. Ein Problempunkt bleibt allerdings: Sollte weiter unklar bleiben, ob Manuel Kirschenhofer in der kommenden Saison wieder für den Verein aufläuft, muss ein weiterer Innenverteidiger verpflichtet werden. Sowohl Hintermeier als auch Kresin lassen dem 28-Jährigen weiterhin die Türe offen: „Er hat mehrere Probleme, aber wir warten weiter auf ihn“, sagt Hintermeier. Kresin: „Er ist derzeit im Training nicht dabei, aber sobald sich die Lage bei ihm entspannt, ist er willkommen.“ Offen ausgerufen wird dagegen der Konkurrenzkampf auf der Torhüterposition. Mit Markus Obermayer, Tobias Heiland und Marc Freier kämpfen gleich drei Mann um die Nummer eins. „Die Qualitäten von Markus auf der Linie sind eindeutig“, so Kresin. „Aber da, wo wir hin wollen, geht es auch um körperliche Fitness und da hat auch Tobias Heiland bis jetzt einen guten Eindruck gemacht.“ Die Torhüterfrage: „Offen.“

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