»Eine spannende Vision«

Landsberg: Sozialausschuss sagt ja zum Freizeitpark beim Altöttinger Weiher

Bikepark Schongau mit Familien
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Nicht „nur“ einen Bikepark wie hier in Schongau, sondern einen Mehrgenerationen-Freizeitpark wünschen sich FT Jahn und Alpenverein Landsberg. Der Sozial- und Kulturausschuss befürwortet das Vorhaben.

Landsberg – Sport, Erholung und Freizeitgestaltung für alle Altersgruppen – das soll ein Mehrgenerationen-Freizeitpark nördlich des Altöttinger Weihers den Landsbergern bieten. Im Sozialausschuss des Stadtrats stieß die Idee auf breite Zustimmung.

Ganz unterschiedliche Gruppierungen ziehen für das Projekt an einem Strang. Die FT Jahn, die Landsberger Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) und die lokale Skaterszene entsandten jeweils einen Vertreter in den Ausschuss, um das Projekt vorzustellen. Wie Stefan Jahns, Geschäftsführer eines lokalen Skate-Shops, DAV-Vorsitzender Georg Schappele und Dominic Fenkl als Vertreter der FT Jahn erklärten, soll der Mehrgenerationen-Freizeitpark ein denkbar breites Angebot umfassen: Skaterplatz, Bikepark, Spielplatz mit Klettergarten, Beachvolleyballplatz, Kneipp-Wassertretanlage und Verkehrsübungsplatz.

Auf dem Skaterplatz stellt sich Stefan Jahns eine Kombination verschiedener Rampen und Obstacles in modularer Bauweise vor, die variiert werden könne. Denkbar wäre auch die Ausrichtung von Wettbewerben in der wachsenden Sportart. Den Standort am Altöttinger Weiher fand Jahns ideal – zentral und auch ohne Auto gut zu erreichen und doch von Bebauung so weit abgelegen, dass es zu keiner Lärmbelästigung kommen werde.

Der Bikepark sieht ein moduliertes Gelände für Mountainbiker aller Altersstufen vor („von kleinen Kindern bis hin zu Profifahrern“), erläuterte Dominic Fenkl. Der angeschlossene Spielplatz mit Klettergarten bietet die Möglichkeit, dass Eltern ihrem Bike- oder Kletterhobby nachgehen, während die Kinder sich auf dem Spielplatz austoben. Für Zweiräder ist auch der Verkehrsübungsplatz gedacht.

Hier könnten sowohl Kinder Fahrrad fahren üben als auch Senioren sich mit ihren E-Bikes vertraut machen – ein Angebot, für das nach den Worten von DAV-Vorstand Georg Schappele in der älteren Generation großer Bedarf besteht. Außerdem soll auf dem Gelände ein Multifunktionsgebäude entstehen, in dem Kabinen, Sanitäranlagen, Gastronomie, Lager, Büros und sogar Übungsräume für Musiker und Werkräume für Kulturschaffende untergebracht werden sollen.

Lösung für den Verkehr

Um die Schwaighofsiedlung nicht durch zusätzlichen Verkehr zu belasten, sollen Besucher aus südlicher Richtung – sofern sie überhaupt mit dem Auto kommen – auf der Waitzinger Wiese parken und das letzte Stück zu Fuß oder auf dem mitgebrachten Fahrrad zurücklegen. Aus nördlicher Richtung stellen sich die Initiatoren eine neue Zufahrtsstraße vor, an der auch Parkplätze untergebracht werden könnten. Was die Finanzierung angeht, so hofft man auf Gelder aus dem LEADER-Programm, einer EU-Förderung für nachhaltige Projekte zur Stärkung des ländlichen Raums.

Aus den Reihen der Ausschussmitglieder gab es quer durch die Fraktionen eine Menge Lob. „Ganz toll“ fand Christoph Jell (UBV) die Idee, „sehr begeistert“ äußerte sich Petra Ruffing stellvertretend für die CSU-Fraktion. Lennart Möller (Grüne) lobte die „spannende Vision“, Margarita Däubler (SPD) gratulierte den Initiatoren dazu, viele verschiedene Gruppen zusammengebracht zu haben. Stadtbaumeisterin Birgit Weber sicherte Unterstützung von Seiten der Verwaltung zu. Einzig Stefan Meiser (ÖDP) warnte davor, „Luftschlösser zu bauen“, was er auf den angesprochenen Neubau eines Gebäudes bezog. Den Mehrgenerationen-Freizeitpark an sich hielt auch Meiser für „eine tolle Geschichte“.

Einstimmig erging der Empfehlungsbeschluss an den Stadtrat, die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen prüfen zu lassen. Dazu gehört auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Im Flächennutzungsplan ist das Gelände als Grünfläche ausgewiesen.
Ulrike Osman

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