Streifzug mit Revolutionären

Grandioses Stationentheater: „Komm, wir machen eine Revolution!“

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Vom Bahnhof über den Peter-Dörfler-Weg führt das Stationentheater "Komm, wie machen eine Revolution!" bis ins Stadttheater.
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Vom Bahnhof über den Peter-Dörfler-Weg führt das Stationentheater "Komm, wie machen eine Revolution!" bis ins Stadttheater.
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Vom Bahnhof über den Peter-Dörfler-Weg führt das Stationentheater "Komm, wie machen eine Revolution!" bis ins Stadttheater.
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Vom Bahnhof über den Peter-Dörfler-Weg führt das Stationentheater "Komm, wie machen eine Revolution!" bis ins Stadttheater.

Landsberg – „Wollen Sie auch zur Revolution?“ Sollte Ihnen jemand diese Frage am Bahnhof Landsberg stellen, sagen Sie ja. Unbedingt! Denn das Revival des Stationentheaters „Komm, wie machen eine Revolution!“ verbindet Stadtspaziergang mit Geschichte und hervorragendem Theater. Eine spannende Inszenierung leitet das Publikum durch die Stadt: Zuhören, zusehen, mitsingen, mitbrüllen – und nebenher noch Origami basteln. Die Aufführungen finden heute, morgen und am Donnerstag jeweils ab 18 Uhr am Bahnhof statt. Die gute Nachricht: Es gibt noch Karten!

Auf dem Eintrittsstempel steht „Eilt“. Die Revolution ist dringend. Deutschland liegt am Boden, nach dem Ersten Weltkrieg herrscht Not. Und Mitbestimmung liegt bei den „Oberen“. In dieses Land kommen die Kriegsheimkehrer. Um eine Erfahrung reicher, die sie niemals machen wollten. Hier setzt das Stationentheater an.

Bürgermeister und Konsorten stehen am Bahnhof, der Kinderchor singt „Grüß Gott, du schöner Maien“, Sepp Wörsching quetscht das Akkordeon. Der Zug fährt ein. Und entlässt zwei „Kriegshelden“ – Meier und Müller, der eine Revolutionär, der andere Konterrevolutionär. Denn die Arbeiterklasse steht schon parat. Noch lebt Kurt Eisner. Doch bald schon wird er zu Grabe getragen.

Vom Bahnhof zieht das Theater am Peter-Dörfler-Weg entlang, den Revolutionäre säumen: Neben Sophie Scholl ist auch eine DDR-Bürgerin zu hören, die eine Brandrede für die Freiheit hält – ein Parallel-Zeit-Konzept, das das ganze Stück durchzieht.

Dazu setzt Regisseurin Clara Holzheimer Texte von Graf oder Remarque. Vorgetragen von den zwei Heimkehrern, den Schauspielern Benjamin Schroeder und Simon Buchegger. Oder von Band. Die anderen Schauspieler sind Schüler des IKG – mit beeindruckender Leistung. Die Inszenierung besticht durch geniale Einfälle, grandiose Bilder, inhaltliche Stärke und Bezüge zum Jetzt. Für Freiheit einzutreten, lohnt sich auch heute.

Ach, Sie wollten schon immer mal auf der Bühne stehen? Hier ist Ihre Chance. Denn das Finale spielt im Stadttheater. Zuschauer auf der Bühne, Schauspieler im Saal, Kinderchor an der Balustrade. Und Konter- und Revolutionär stehen sich gegenüber. Einer hat eine Waffe. Was wird passieren?

Susanne Greiner

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