Süddeutscher Töpfermarkt muss weichen

Kein Platz für die Töpferei

+
Nur noch in diesem Jahr im Herkomerpark: der Süddeutsche Töpfermarkt.

Landsberg – Der Herkomerpark am Mutterturm wird saniert und deutlich aufgewertet, darüber war sich der Bauausschuss einstimmig am Mittwoch einig. Völlig offen ist jedoch, ob und wie es mit dem dort bisher platzierten Süddeutschen Töpfermarkt ab kommendem Jahr weitergehen wird

Vorweg: Die Maßnahmen im Park, die Landschaftsarchitektin Pia Becker (Stadtgrün) in ihrem Sanierungskonzept jetzt vorstellte, werden damit allesamt umgesetzt:

• Der Fußweg von Süden wird als Allee gerade in den Park hinein verlängert, die Verschwenkung wird dazu entfernt. Künftig wird er auf das (dann versetzte) Herkomer-Denkmal hinführen.

• Der Parkplatz am Papierfleck wird dazu um 150 Meter verkleinert. Obwohl gleichzeitig die Stellplätze auf 2,50 Meter verbreitert und die Fahrgassen deutlich aufgeweitet werden, fällt lediglich ein Busparkplatz weg, ein Behindertenparkplatz kommt neu dazu.

• Die Musikterrasse im Bushey-Rondell (von 1972) wird entfernt und zu einer Rasenfläche zurückgebaut.

• Blumensockel, Altar der Treue, Tuff-Bank und Trinkwasserbrunnen werden saniert.

• Die Fundamente des ehemaligen Ateliers im Park bleiben im Boden, werden aber mit einer gepflasterten Linie an der Oberfläche abgebildet.

• Die Bereiche unter den Bäumen soll wieder als Blumenbeete gestaltet werden.

An dieser Stelle äußerten Berthold Lesch (CSU) und Hans-Jürgen Schulmeister (LLM) zunächst Bedenken wegen möglicher Folgekosten. „Nur die Entwicklungsbepflanzung über die ersten drei bis fünf Jahre ist hier teurer, die Unterhaltspflege kostet dann aber sogar weniger als bei einer Rasenfläche“, sagt Becker dazu.

Viel zu schade?

Mit der Einigkeit im Ausschuss war es dann erst vorbei, als es um den Verbleib des Landsberger Töpfermarktes im Herkomer-Park ging. Während die Kosten für die Sanierung des Geländes (126000 Euro) bereits im Haushalt enthalten sind, müssten jetzt für Strom und Wasser-Anschlüsse 15000 Euro zusätzlich eingeplant werden und zudem die Bepflanzung nach dem Markt jedesmal wieder hergestellt werden – zumindest teilweise.

„Dazu ist mir der Park dann viel zu schade“, so Lesch, der für eine Verlegung der Veranstaltung plädierte. „Ich bin mir sicher, dass die Fieranten da nicht viel dagegen haben“, sekundierte seine Fraktionskollegin Petra Kohler-Ettner. Anders sahen das BAL-Rat Reinhard Skobrinsky („wenn wir eine falsche Entscheidung treffen, verlieren wir den Markt“) und der Oberbürgermeister. Neuner: „Ich gehe davon aus, dass der Markt gar nicht mehr stattfindet, wenn er nicht im Herkomerpark sein kann. Er hängt doch sehr stark vom Ambiente dort ab.“

Standortsuche

Schließlich verständigte man sich darauf, dass die Verwaltung nun zunächst das Gespräch mit den Fieranten sucht und mögliche alternative Standorte ausloten soll. In diesem Jahr soll der Töpfermarkt – der der Stadt jedesmal rund 1500 Euro Verlust einbringt – noch einmal an gewohnter Stelle veranstaltet werden, da dort bis zum Ruethenfest lediglich der Parkplatz und der Fußweg von Süden umgestaltet werden.

Die weiteren Sanierungsmaßnahmen werden nach und nach bis zum Frühjahr 2016 umgesetzt.

Christoph Kruse

Auch interessant

Meistgelesen

Deko und Kunstobjekte aus aller Welt
Deko und Kunstobjekte aus aller Welt
Töpfermarkt am Limit
Töpfermarkt am Limit
Landsberg verzeichnet massive Preissteigerung bei Grund & Boden
Landsberg verzeichnet massive Preissteigerung bei Grund & Boden
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben

Kommentare