DJK Landsberg wagt 2010 neues Konzept in der 2. Regionalliga

Das war’s dann mit der 1. Regionalliga! Die DJK Landsberg will ab der neuen Saison deutlich kleinere Brötchen backen. Und die sollen den Basketballfans in der Lechstadt wieder besser bekommen, was zuletzt nicht mehr so recht der Fall war. Der Entfremdung und dem Konflikt zwischen Spitzensport und Nachwuchsarbeit trägt die DJK-Spitze jetzt mit einer mutigen Entscheidung Rechnung: Zurück in die Regionalliga II – mit eigenen Spielern.

Sechs Jahre hat die DJK Landsberg mit ihrer 1. Herrenmannschaft Heimerer Schulen Basket (HSB) erfolgreich in der 1. Regionalliga gespielt. Auch die letzte Saison wurde mit dem 4. Tabellenplatz erfolgreich abge- schlossen. Einziger Wermutstropfen dieser Erfolgsgeschichte: m Regionalliga-Team spielten mit Lukas Klocker und Lorenz Schwinghammer zuletzt nur noch zwei „echte Landsberger“ sowie der „eingemeindete“ Kapitän Michael „Michi“ Teichner. Dazu kamen die Nachwuchsspieler Florian Fisch und Phillipp Gatza. Nach dem Weggang der drei Landsberger Josef Egger, Chris Kufner und Jannis Goldbach zur Winterpause – wie es schon einige andere DJK-Eigengewächse in den vergangenen Jahren getan haben – bestand der Rest der HSB aus Akteuren, die von mehr oder weniger weit her zum Spielen nach Landsberg kamen. Die Folge: Es fehlte der Teamgeist und die Identifikation des Landsberger Publikums mit der Mannschaft ließ in den letzten Monaten stark nach. Daneben war diese Art der Teamzusammenstellung mit einem enormen Aufwand verbunden. Dies wiederum hatte in den letzten Jahren eine starke Konzentration der Vereinsaktivitäten auf die Regionalligamannschaft zur Folge, wodurch die Jugendarbeit gelitten hat. Mutige Entscheidung Die Vereinsführung hat nun einige mutige Entscheidungen getroffen, um sowohl der Entfremdung der 1. Herrenmannschaft von den Fans als auch dem mangelnden Fokus auf die Jugendarbeit entgegen zu wirken. Wie DJK-Vorsitzender Horst Geiger per Presseinfo verlauten ließ, plant man einen Neuanfang mit einem Kern von Landsberger Spielern und einem neuen Trainer. Rund um die Heim- kehrer Xaver Egger und Marco Geidosch sowie Michi Teichner und Lukas Klocker wird mit den jungen Spielern, die den Verein zum Teil in der letzten Saison verlassen hatten, eine neues Team aufgebaut. Intensive Gespräche laufen mit Fabian Kirchhoff, Ralf Erhart und Florian Pejchar, um auch diese Spieler aus der letztjährigen Mannschaft zu motivieren, weiter in Landsberg zu spielen und bei dem Neuaufbau mitzuhelfen. Damit sich die Mannschaft in der neuen Zusammensetzung mit den vielen jungen Spielern erst einmal finden kann, war sie sich mit der Vereinsführung darüber einig, für die nächste Saison in der Regionalliga II zu melden. Erklärtes Ziel ist, einen Spitzenplatz und damit die Option des direkten Wiederaufstiegs zu schaffen. Neuer Coach Auch in der Trainerfrage seien Landsbergs Basketballer schon weit vorangekommen. Im Prinzip sei man sich mit dem neuen Coach einig. Vor Veröffentlichung dieser Neuigkeit seien nur noch „ein paar Formalien“ zu klären. In die Entscheidungsfindung bezüglich des neuen sportlichen Konzepts inklusive der Meldung für die 2. Regionalliga war der zukünftige DJK-Trainer bereits im Hintergrund mit einbezogen, so Geiger. Jugendkoordinator Für den Jugendbereich wurden gleichfalls wichtige Weichenstellungen vorgenommen. Zum Einen werden die Schulprojekte mit neuen Konzepten und starkem personellen Einsatz forciert, um wieder mehr Nachwuchs für den Basketballsport in Landsberg zu gewinnen. Dazu und für andere wichtige Aufgaben im Jugendbe- reich wird eine Teilzeitstelle für einen Jugendkoordinator im Verein geschaffen. Ein weiteres Zugpferd für den Verein wird die U16-Jugend-Bundesligamannschaft sein, die die DJK Landsberg in einer Spielgemeinschaft mit den Vereinen aus Germering und Fürstenfeldbruck für die nächste Saison gemeldet hat. In diesem Team werden drei bis vier Landsberger Jugendliche spielen. Ein Drittel der Trainings und der Heimspiele sollen in der Lechstadt stattfinden. Nach Möglichkeit soll’s stets vor einem Regionalligaspiel der ersten DJK- Garnitur zur Sache gehen, um den Jungs ein großes Publikum zu bieten. Sie sei sich bewusst, so die DJK-Vereinsführung, dass mit ihrem richtungweisenden Schritt Risiken verbunden sind. Aber man zähle auf die treuen Basketballfreunde, die „ihren Landsbergern gewiss den Rücken stärken werden.“

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