200.000 Euro teurer

Landsberg: Wassermassen beschädigen Kiesinsel für Lady-Herkomer-Steg

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Zwei der vier Stützpfeiler für den Bau des Lady-Herkomer-Stegs sind eingebrochen, fast die Hälfte des aufgeschütteten Kieses wurde abgetragen.

Landsberg - Auch wenn die Hochwassermarke nicht erreicht wurde: Der raue Geselle Lech hat aufgrund der Wassermassen und der hohen Fließgeschwindigkeit die Kiesinsel beschädigt, die für den Bau des Lady-Herkomer-Stegs errichtet wurde. Die Reparatur kostet rund 200.000 Euro.

„Es wäre gut gewesen, wenn es einen Tag weniger geregnet hätte“, sagte OB Doris Baumgartl am ende der Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses am vergangenen Mittwoch. 30 bis 50 Prozent der Kiesinsel sind abgetragen worden, zwei der Stützpfeiler weggebrochen.

„Das Wasser wird weniger“, freut sich Bauamtschef der Stadt Hans Huttenloher am Donnerstagmorgen. Schon am Dienstagnachmittag sei eines der beiden Hilfsjoche mit jeweils einem Paar der gelben Stützpfeiler beschädigt worden. „In der Nacht zum Mittwoch ist es dann umgefallen.“

Zum Wiederaufbau der Insel seien rund 2.000 bis 3.000 Kubikmeter Kies notwendig, so Huttenloher. Zusätzlich werde man Wasserbausteine einbauen, um die Fließrichtung zu verändern und somit den Anprall auf das Joch zu verringern. „Wir haben gelernt, was wir besser machen können.“ Man habe aus dem letzten halben Jahres gewusst, dass bis zu einer Fließgeschwindigkeit von 250 Kubikmeter pro Sekunde nichts passiere – „alles, was drüber geht, richtet Schäden an“, so der Bauamtschef. Normal seien rund 80 m3/s, am Dienstag waren es aber bis zu 400 m3/s. Die Insel so zu bauen, dass sie diese Fließgeschwindigkeit aushalte, wäre weitaus teurer gewesen, als sie jetzt nochmals aufzuschütten. „Und es wäre ein enormer Eingriff in die Natur.“

Die Reparatur startet am Freitag und wird zwei Wochen dauern, „dann bleibt alles im Zeitplan“. Die Kosten: rund 200.000 Euro. Dass eine Versicherung den Schaden abdecke, sei unwahrscheinlich, so Baumgartl.
Susanne Greiner

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