Bauarbeiten verzögern sich

Landsberg: Wildparkzugang übers Klösterl erst Mitte Juni

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Nicht so schnell wie erhofft: Die Mauersanierungsarbeiten am Ostufer des Lechs dauern vermutlich bis Mitte Juni. Solange bleibt auch der Weg zum Tierpark gesperrt.
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Nicht so schnell wie erhofft: Die Mauersanierungsarbeiten am Ostufer des Lechs dauern vermutlich bis Mitte Juni. Solange bleibt auch der Weg zum Tierpark gesperrt.
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Nicht so schnell wie erhofft: Die Mauersanierungsarbeiten am Ostufer des Lechs dauern vermutlich bis Mitte Juni. Solange bleibt auch der Weg zum Tierpark gesperrt.
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An der Westseite steht der Deich, ein teil der Mauer ist bereits fertig.
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An der Westseite steht der Deich, ein teil der Mauer ist bereits fertig.

Landsberg – Manch einer hat sicher schon die Tage gezählt, bis endlich der Zugang zum Wildpark übers Klösterl wieder offen ist. Am Ostufer des Lechs zu flanieren, bleibt aber vorerst ein Traum. Anstatt wie geplant Ende März wird der Wildpark-Zugang übers Klösterl laut Johannes Haas vom Wasserwirtschaftsamt Weilheim erst Mitte Juni wieder möglich sein. Der Grund: zu viel Regen und Nagelfluh.

„Wir wissen, dass jeder Tag wertvoll ist“, beschwichtigt Haas. Aber es seien mehrere Hindernisse aufgetaucht, deren Auswirkungen die Dauer der Bauarbeiten in die Länge ziehen. Einer der Hauptgründe für die Verzögerung sei eine Nagelfluhschicht fast auf der gesamten Hälfte der Mauerlänge. Die Voruntersuchungen auf Höhe des Biergartens hätten nur eine Mergelschicht gezeigt. Auch die habe bei der Bohrung für die Tiefengründung der Mauer Probleme gemacht. Der Nagelfluh sei dabei aber nicht zum Vorschein gekommen. Bis der schließlich ausgebaggert und die inneren Spundwände auf die nötige Tiefe gerammt werden konnten, habe es „einige Zeit“ gedauert.

Der zweite Grund für die Verzögerung sei der Zustand der Mauer in der Tiefe. „Es gab ja nur Pläne von 1910, da war das wirklich zu sehen.“ ‚Das‘ ist der Füllstoff, der zwischen den Holzpfählen, auf denen die Mauer sitzt, eingebracht wurde. Haas: „Das ist schluffiges Material, aus Ton und Sand“ - und somit zu weich. Die mauer müsse jetzt teilweise neu unterfangen werden. Der dritte Verzögerungsgrund war der viele Regen Anfang Februar. „Die Baugrube ist vollgelaufen und musste leergepumpt werden. Die Baustraße selbst ist zum Glück unbeschädigt.“ Vor allem aus der Krachenbergschlucht sei viel Wasser in die Baustelle eingelaufen. Dort habe man Rohre mit einem geringeren Durchmesser verwendet, die dem vielen Regen nicht gewachsen waren. Die Gefahr ‚Regen‘ habe man in gewisser Weise riskiert. „Man kann in der Vorplanung nicht alle Ereignisse abdecken“, begründet Haas.

Zu diesen drei Aspekten seien noch mehrere kleine Unwägbarkeiten gekommen „und das summiert sich dann eben“. Dass zum Beispiel die Oberfläche der Mauer auch im oberen Bereich bearbeitet werden müsse. „Wenn es gut geht, wird es bis Anfang Juni dauern“, rechnet Haas. Kommen aber Schnee, Dauerfrost, Hochwasser oder Ähnliches, könnte es auch Ende Juni werden.

„Wir sind dran, alles zu optimieren“, verspricht Haas. Im Westen seien bereits seit Dezember die ersten 100 Meter Mauer fertig, der Deich aufgeschüttet und eine zweite Baustelleneinrichtungsfläche werde im Bereich errichtet, wo die Mauer unterbrochen ist. Im Osten seien dennoch die letzten Anker zur Tiefengründung der neuen Ufermauer nun gesetzt, so Haas. Jetzt beginne man mit der neuen Stahlbetonmauer.
Susanne Greiner

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