Stadt plant Maßnahmenpaket

Landsberg: Zu viele Tauben in der Stadt

Tauben auf einem Altstadthaus-Dach
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Es gibt rund 700 Tauben in der Stadt, sagt Landschaftsökologin Sonja Kübler – und das sind 400 zu viel für eine Stadt in der Größe Landsbergs.

Landsberg – In der Lechstadt gibt es zu viele Tauben. Das ist schon länger bekannt – um wie viel aber eine akzeptable Population tatsächlich überschritten wird, kam jüngst im Jugendbeirat zur Sprache. Demnächst wird das Thema auch im Bauausschuss behandelt, denn die Errichtung eines Taubenhauses ist eine Möglichkeit, das Problem in den Griff zu bekommen.

Im Jugendbeirat referierte Tiefbauamtsleiter Hans Huttenloher über das Thema. Demnach hat die Stadt gemeinsam mit Diplom-Landschaftsökologin Sonja Kübler ein Konzept zum Umgang mit den Stadttauben entwickelt. Dass Handlungsbedarf besteht, untermauern Küblers Berechnungen. Demnach lebten im Juni und Juli diesen Jahres rund 700 Tauben in der Stadt – mehr als doppelt so viele wie es idealerweise sein sollten. Eine verträgliche Stadttaubenmenge wird mit maximal einem Prozent der Bevölkerungszahl angegeben. Für Landsberg mit seinen rund 30.000 Einwohnern wären das 300 Tauben.

Aufgrund des Verhaltens von Stadttauben – den Nachfahren verwilderter Haus- und Brieftauben – lässt sich die Population durch Einzelmaßnahmen nicht reduzieren. Vielmehr müsse ein ganzes Maßnahmenpaket angewendet werden, so Huttenloher. Dazu gehört die Vergrämung der Tauben an problematischen Orten, zum Beispiel Gebäuden mit historisch bedeutsamer Bausubstanz. Außerdem soll mit Hilfe von Öffentlichkeitsarbeit eine kontrollierte Fütterung gewährleistet werden. Und schließlich ist die Errichtung eines betreuten Taubenhauses im Gespräch. Als Standort käme der Jesuitengarten in Frage. Die Betreuung der Vögel könnte durch Jugendliche oder den Tierschutzverein erfolgen. Die Kosten für das Taubenhaus liegen je nach Ausführung zwischen 4.000 und 6.000 Euro.

Am 21. Oktober wird sich der Bauausschuss des Stadtrats mit dem Thema befassen.
Ulrike Osman

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