Keine Messe für die Massen

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Mit liebevoll gestalteten Obstkörbchen machte der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege auf sich aufmerksam.

Landsberg – Knapp 40 ehrenamtliche Organisationen, Einrichtungen und auch Vereine haben sich am Sonntag im Sportzentrum bei der ersten Freiwilligenmesse im Landkreis präsentiert – zum einen, um weitere Engagierte zur Mitarbeit zu gewinnen, zum anderen, um sich untereinander zu vernetzen. Die Bilanz der Aussteller fiel überwiegend positiv aus.

„Ich bin sehr zufrieden“, sagt Katrin Dyballa von der Koordinationsstelle engagierter Bürger (k.e.b.) im Landsberger Landratsamt, die die Messe organisiert hat. „Die Resonanz war super.“ Das bestätigt Marianne Asam vom Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuz (BRK). An ihrem Stand hätten sich viele Interessierte gemeldet, die nun zu einem Informationsabend über die verschiedenen Tätigkeitsberichte beim BRK eingeladen würden.

Über eine Liste mit Namen und E-Mail-Adressen freut sich auch Georg Schappele, dritter Vorsitzender der Sektion Landsberg des Deutschen Alpenvereins. „Ich bin ohne Erwartun- gen hergekommen“, sagt er. „Insofern bin ich begeistert über die Ansprache durch die Besucher und die vielen interessierten Fragen.“

Nicht an allen Ständen war jedoch das Echo so groß. Die Vertreterinnen des Sozialpsychiatrischen Dienstes der Caritas berichten von Berührungsängsten der Besucher. Man habe sich mit anderen Freiwilligen vernetzt, sagt Gabriele Fließbach. „Aber es gab relativ wenig Zulauf von außen.“ Kollegin Ruth Satzger ergänzt: „Unser Bereich ist nicht etwas, auf das man sich mit Begeisterung stürzt.“ Die Freiwilligenmesse hält sie trotzdem für eine gute Idee, um mehr Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen. „Der Ansatz, die Leute zusammenzu­- bringen, ist richtig.“

„Qualität geht über Quantität“ – das betont Landratskandidat Markus Wasserle, als Organisator der Ausbildungsmesse Landsberg ebenfalls mit einem eigenen Stand vertreten. „Das Publikum hier ist nicht die Masse, aber die, die da sind, haben ernsthaftes Interesse.“ Der Aufwand habe sich bereits gelohnt, wenn man nur zwei oder drei neue Leute für seine Sache begeistert habe.

Wie viele Besucher da waren, lässt sich nur schätzen. Wasserle spricht von mehreren Hundert bis zum frühen Nachmittag. Viele kamen laut Katrin Dyballa auch ganz gezielt zu speziellen Programmpunkten – zum Beispiel zum Vortrag des Schülers Felix Finkbeiner, der die Initiative „Plant for the Planet“ ins Leben gerufen hat. Oder einfach zur Modenschau mit Second-Hand-Kleidung aus der Landsberger BRK-Kleiderkammer.

Ulrike Osman

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