550000 Euro Defizit pro Jahr:

Eishalle, wie lange noch?

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Keine Eishalle, kein Eishockey, kein HC Landsberg – das jährliche Defizit von rund 550000 Euro veranlasst Rat und Verwaltung, den Weiterbetrieb der städtischen Eishalle am Hungerbachweg infrage zu stellen.

Landsberg – Immer wieder, wenn es um den Haushalt geht, fällt in den letzten Jahren ein Stichwort, wo mancher Stadtrat Einsparpotenzial sieht: die Landsberger Eishalle. „Wir müssen irgendwann schon einmal darüber reden, dass wir eine Halle haben, mit der wir jedes Jahr 550000 Euro Defizit machen“, meinte jetzt etwa ÖDP-Stadtrat Stefan Meiser bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs 2015.

Auch Oberbürgermeister Mathias Neuner hatte bereits vor einiger Zeit das Thema aufgegriffen, als Kämmerer Jung anmahnte, dass die Stadt sich für eine Investitionsstrategie entscheiden müsse. „Wenn wir uns beispielsweise in Richtung Kulturstadt entwickeln, werden Bereiche wie das Sportzentrum und die Eishalle bestenfalls noch ein Dasein am Rande fristen, falls überhaupt. Das muss uns klar sein“, so Neuner.

Jung plädierte jetzt erneut für eine Grundsatzentscheidung. „Die Stadt muss sich festlegen, ob es ihr das wert ist, eine Halle mit einem jährlichen Defizit von einer halben Million zu haben. Wenn ja, muss man da dann auch irgendwann Geld in die Hand nehmen.“

Offene Fürsprecher hat die (den ganzen Winter über bestens ausgelastete) Halle im Stadtrat wenige. Christian Hettmer (CSU) ist einer von ihnen. „Wir wissen genau, dass wir da ein Problem mit der Deckschicht haben und etwas tun müssen“, sagte er jetzt und wandte sich auch an Meiser: „Immer vorausgesetzt natürlich, man will das Sportzentrum überhaupt halten, Herr Kollege.“

Für Haushaltsreferent Hettmer selbst ist das keine Frage. „Wir müssen das angreifen, ,Rest‘ sind für mich ganz viele andere Wünsche, die wir hier gehört haben.“

Christoph Kruse

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