Das JuZe ist kein Teenager mehr

+
Auch 2013 soll es wieder eine Wahl für die unter 18-jährigen Landsberger Jugendlichen geben, dann allerdings ohne Wa(h)lfisch.

Landsberg – Das 20-Jährige steht in diesem Jahr an, und da muss es Matthias Faber nicht bange sein. Trotz des fortgeschrittenen Alters steht das städtische Jugendzentrum in der Spöttinger Straße gut da – vor allem erfreut es sich insgesamt steigender Besucherzahlen. 

Eine positive Bilanz zog der JuZe-Leiter jüngst in seinem Tätigkeitsbericht 2012. Den Kindern und Jugendlichen sei ein vielseitiges Nachmittagsprogramm angeboten worden, Ferienbetreuung und berufsorientierte Projekte ließen kaum noch Wünsche offen.

Vor allem die Zehn- bis 15-Jährigen sollten die Möglichkeit erhalten, sich in der Freizeit sportlich, kreativ oder sozial individuell zu entfalten. Dafür setzt das Jugendzentrum seit Herbst dieses Jahres auf den „Teenietreff“, ein Nachmittagsprogramm mit kontinuierlichen Angeboten an festen Terminen. „Wir haben hier verschiedene Workshops und auch Tage speziell für Skater und Mädchen“, beschreibt Faber. Dadurch sollen die Jugendlichen längerfristig und interessenbezogen ge­bunden werden, was für die Beziehungsarbeit von großer Bedeutung sei. „Regelmäßiger Kontakt schafft Vertrauen, ohne das es nicht möglich ist, Heranwachsende bei persönlichen Problemen jeder Art zu betreuen und zu beraten.“ Diese Konzeption scheint anhand des derzeitigen Zulaufs aufzugehen.

„Besonderes beliebt sind vor allem das Skaterprojekt und der Mädchenclub“, so Faber. Für die Mädchen ist das Foyer des Jugendzentrums seit November jeden Donnerstagnachmittag zum gemeinsamen Teetrinken, Spielen oder etwa zum Entwerfen eigener Mode reserviert. Auch Selbstverteidigungskurse werden angeboten; die beständig steigende Zahl der Stammbesucherinnen zeige, wie gut das speziell auf Mädchen zugeschnittene Programm angenommen wird.

Nachdem Landsbergs junge Skater in den Räumen des Jugendzentrums unter fachlicher Anleitung ein selbst entworfenes und vom TÜV abgenommenes Skateelement gebaut hatten, etablierte sich ein Skatertag, der zurzeit jeden Mittwochnachmittag stattfindet. „Die Kids kommen aber auch an anderen Tagen und wollen skaten.“ Da der Skatertag so beliebt sei, plane man bereits ein kleines Filmprojekt mit den jüngeren Skatern, verrät Faber.

Fit für den Beruf

Ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit waren im vergangenen Jahr auch die Angebote zur Berufsorientierung. Das Jugendzentrum kooperiert hier eng mit den Schulen und dem landkreisweiten Projekt „Schule und Werte – Fit für den Beruf“, um Jugendliche bei der Zukunftsplanung zu begleiten. Durch diese Arbeit konnte weiterhin eine Stelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) finanziert werden. „Leider konnten wir die Stelle noch nicht besetzen“, bedauert Faber.

Neben diversen Ausflügen zu Sportanlagen und Museen, einigen Konzerten und dem facettenreichen Programm für den Nachwuchs hat das Jugendzentrum auch in diesem Jahr wieder ein für Eltern attraktives Ferienbetreuungsangebot für Grundschulkinder angeboten. „Viele Eltern haben auch nach Plätzen für noch jüngere Kinder angefragt“, so Faber.

Breit aufgestellt

In diesem Jahr setzt das Jugendzentrum auf Kontinuität bei der Programmgestaltung, aber auch neue Projekte sind in Planung, etwa ein Street-Dance-Wettbewerb und anlässlich der in Bayern anstehenden Landtags- und Bundestagswahlen eine Wahl für die noch nicht stimmberechtigten Jugendlichen. Was zum 20-Jährigen des Jugendzentrums Landsberg geplant ist, will Faber im Detail noch nicht verraten, eine „besondere Veranstaltungsreihe“ soll es geben. Eileen Denkewitz

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Lisa will Bierkönigin sein
Lisa will Bierkönigin sein
Eine Leiche muss her!
Eine Leiche muss her!
Über 4.000 Stunden fürs Gemeinwohl
Über 4.000 Stunden fürs Gemeinwohl

Kommentare