Claus-Peter Reisch gewinnt Berufung

Landsberger Kapitän Reisch gewinnt Maltaprozess. Jetzt droht neue Strafe 

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Claus-Peter Reisch hat gewonnen. Vorerst. Jetzt droht eine neue Geldstrafe von 300.000 Euro.

Landsberg/Malta – Der Landsberger Kapitän Claus-Peter Reisch hat gewonnen: Die Geldstrafe von 10.000 Euro, zu der er wegen einer vermeintlich falschen Registrierung des Seenotrettungsschiffes „Lifeline“ der Organisation „Mission Lifeline“ verurteilt worden war, ist hinfällig. Allerdings droht neuer Ärger.

„Das Gericht hat die Richtigkeit des Zertifikats anerkannt“, jubelte der Kapitän nach dem Berufungsprozess auf Facebook. Er hatte 2018 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet und wurde in Valetta festgenommen. Reisch sei inzwischen aber nicht mehr für „Mission Liefeline“ tätig, meldet die Organisation. Es sei die persönliche Entscheidung des Kapitäns.

Allerdings hielt die Freude Reischs über den Sieg nur kurz an. Denn der Landsberger war mit seinem Schiff „Eleonore“ Ende 2018 mit geretteten Flüchtlingen auch in Pozzallo auf Sizilien gegen Anweisung der Behörden eingelaufen. „Damit habe ich gegen die sogenannten Sicherheitsdekrete des Herrn Salvini verstoßen“, schreibt Reisch auf einer Webseite, auf der er einen Rechtshilfefonds für Seenotrettung eingerichtet hat. Denn ihm sei eine Geldstrafe über 300.000 Euro auferlegt worden. Zudem werde gegen ihn und den 1. Offizier wegen „Beihilfe zur illegalen Einwanderung“ ermittelt. Bei einer Verurteilung drohten ihnen bis zu 20 Jahre Haft.
Susanne Greiner

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