Endlich wieder Lichtspiele!

Landsberger Kino Olympia öffnet am 25. Juni - Open Air in Gefahr

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Ab dem 25. Juni flimmern im Olympia Kino wieder Filme über die Leinwand.

Landsberg – Die Plakate für die neuen Filme hängen schon in den Vitrinen. Denn bald heißt es wieder „Film ab!“: Am Donnerstag, 25. Juni, öffnet das Olympia Kino in Landsberg seine Tore. „Wir wollen den Leuten zeigen, dass wir da sind“, sagt Kinobesitzer Rudolf Gilk. Auch, wenn der Betrieb aufgrund der notwendigen Einschränkungen nicht wirklich lukrativ sein dürfte.

Denn Gilk muss jede zweite Reihe leer lassen, zudem müssen zwischen den Personen immer drei Sitze frei bleiben. „Wenn eine Gruppe kommt, können die natürlich zusammensitzen“, sagt der Kinobesitzer. Weshalb es auch keine exakten Zahlen für die Anzahl der Besucher gibt, die in die beiden Säle dürfen. In das Kino 1, normalerweise für 260 Personen gedacht, passen nach den Corona-Abstandsregeln wohl 40 bis 50 Personen, rechnet Gilk. „Im Kino 2 sind es aber nur rund 20.“ Ob sich das lohnt? Eher nicht. „Aber wir wollen, dass die Leute auch mal wieder Spaß haben“, sagt Gilk.

Sorgen bereitet ihm aber etwas anderes: Der Filmverleih Con­stantin hat den Start des neuen Eberhofer-Krimis verschoben. „Angeblich komme keine Stimmung auf, wenn nur 50 Personen im Kino sitzen und der Film lebe ja von der Stimmung im Publikum“, zitiert Gilk die Begründung des Filmverleihs. Er habe dem Verleih aber bereits einen Brief geschrieben. Dass gute Stimmung sehr wohl auch bei 50 Personen aufkommen könne. Die Entscheidung, ob das Open Air Kino stattfinden wird, ist aber noch nicht gefallen. „Da warten wir erst einmal die Reaktion auf meinen Brief ab“, schmunzelt Gilk.

Das Problem am Verschieben des Eberhofer-Filmstarts: Das Open Air Kino auf dem Roßmarkt kommt dadurch in Gefahr. Denn der Publikumsrenner sorgt regelmäßig für ausverkaufte Filmabende. Dabei geht es Gilk gar nicht darum, dass er Geld verdient: „Als Nullnummer hätte ich es gemacht. Aber wenn ich draufzahlen muss, geht es leider nicht.“

Beim Einlass und beim Verlassen des Kinosaals müssen die Besucher Mund-Nasen-Masken tragen. Und leider auch während der gesamten Vorstellung. Die genauen Termine für die Filme, die ab 25. Juni im Olympia zu sehen sein werden – alles keine Neuheiten, denn die gibt es dank Corona nicht – stehen noch nicht fest, sagt Gilk. Aber dafür die Titel:

„Besser Welt als nie“ – Einmal mit dem Fahrrad um die Welt.

„New York – die Welt vor deinen Füßen“: Über acht Jahre lang hat Matt Green jeden Block in New York City besucht und dabei eine Strecke von 15.000 Kilometern zurückgelegt. Die Metropole aus einer ganz anderen Sicht.

„Die perfekte Kandidatin“: Die Geschichte von einer Ärztin in einem Krankenhaus in einer Kleinstadt in der saudi-arabischen Provinz Riyadh.

„Die Kunst der Nächstenliebe“ –ein Tragikomödie über das Phänomen ‚Helfersyndrom‘.

Und für die Kinder: „Lassie – eine abenteuerliche Reise“.

Zwar hängt das Plakat für den neuen James Bond schon im Aushang. Der Film läuft aber erst erst im November an. Wenn alles gut geht, vielleicht auch mit weniger Einschränkungen.
Susanne Greiner

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