30 Jahre Landsberger Kleinkunst

s‘Maximilianeum: sorgenvoller Blick aufs Jubiläumsjahr

Landsberger Kleinkunstbühne s‘Maximilianeum Vorstand
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Mit bewährter Führung durch unruhige Zeiten. Der Vorstand der Kleinkunstbühne s´Maximilianeum (vorne von links): 2. Vorsitzender Armin Federl, Vorsitzender Rolf-Jürgen Lang und Kassier Helmut Edler (Kassier). Hinten von links: Beisitzerin Irene Hausner-Stoiber, Schriftführer Volker Horwat und Pressesprecher Frank Volk. Nicht dabei war Beisitzerin Christa Edler.

Landsberg – Als Kleinkunstveranstalter eine Institution in der Region Landsberg, Besucherzahlen auf anhaltend hohem Niveau, solide Finanzen und das Jubiläum zum 30-jährigen Bestehen vor der Brust. Eigentlich passt alles. Und doch war die Stimmung bei der Hauptversammlung der Landsberger Kleinkunstbühne s´Maximilianeum gedrückt. Zum einen lag das an den Belastungen durch die Coronapandemie, mehr noch aber daran, dass Kassier Michael Reich sein Amt aus gesundheitlichen Gründen abgeben musste.

Vorsitzender Rolf-Jürgen Lang ging zu Beginn der Hauptversammlung im luftig bestuhlten Foyer des Stadttheaters auf einen traurigen Anlass innerhalb der Vorstandschaft ein: Michael Reich, langjähriger Kassier des Vereins und so etwas wie der „Elder Statesman“ der Kleinkunstbühne, stellte sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wiederwahl. In den vergangenen Jahren habe der gelernte Bankkaufmann Reich bisweilen mit erhobenem Zeige­finger, aber stets gepaart mit seinem sächsischen Mutterwitz der Kleinkunsttruppe so etwas wie Haushaltsdisziplin beigebracht. Und habe man in der vor-Reich-Ära finanziell oft von der Hand in den Mund gelebt, sei der Verein wirtschaftlich längst solide aufgestellt.

Das Wirken Reichs, der von Lang in bewegenden Worten und unter dem Beifall der Anwesenden „als inniger Freund und umsichtiger Mahner“ gewürdigt wurde, kommt der Kleinkunstbühne in der gegenwärtigen Coronakrise sehr zu Gute: jetzt könne und müsse man auf Rücklagen zurückgreifen, die unter Reichs disziplinierter Kassenführung aufgebaut wurden.

Restrisiken

Die Finanzlage war auch im Jahr 2019 solide: So blieb unter dem Strich ein Jahresgewinn von 1.820 Euro. Allerdings: da die Spielzeit der Kleinkunstbühne von Oktober bis Juni dauert und damit nicht deckungsgleich mit dem Kalenderjahr ist, gibt es noch finanzielle Restrisiken.

Die gibt es angesichts der Unwägbarkeiten durch die Coronakrise auch in der Programmplanung. Zwar steht sie für die laufende Spielzeit, müsse aber aufgrund der grassierenden Pandemie und den damit verbundenen Auftrittsbeschränkungen fortlaufend überprüft und angepasst werden, sagte der fürs Programm zuständige Armin Federl.

Gastspiel abgesagt

Eine Konzertausfall in der laufenden Spielzeit geht aber nicht unmittelbar auf die Kappe von Corona: Das für 10. März 2021 geplante Konzert mit der Naglmusi („Bergsagennacht“) musste abgesagt werden; die Gruppe hat sich nach mehreren Schicksalsschlägen aufgelöst.

Kopfzerbrechen bereitet Armin Federl auch die Vorbereitung des Programms 2021/22, das Jahr des 30-jährigen Bestehens der Kleinkunstbühne Landsberg. Zwar hat man für die Eröffnung der Spielzeit am 3. Oktober 2021 mit Jochen Malmsheimer schon einen absoluten Hochkaräter unter Vertrag und mit Lars Reichow und Sarah Hakenberg hat man für die im November geplante Jubiläumswoche auch Kabarettisten der ersten Garde an der Angel. Aber, sagte Federl, unter den gegebenen Umständen ein Programm fix zu machen, sei praktisch unmöglich.

So unsicher die Planung, so stabil bleiben die Verhältnisse an der Vereinsspitze: So konnte Wahlleiter Norbert Kreuzer, der zuvor bereits den Kassenprüfbericht vorgetragen und die Entlastung der Vorstandschaft festgestellt hatte, für alle Kandidaten verkünden: einstimmig gewählt! Der Vorstand der Kleinkunstbühne setzt sich somit wie folgt zusammen: Rolf-Jürgen Lang (1. Vorsitzender), Armin Federl (2. Vorsitzender), Helmut Edler (Kassier), Christa Edler, Irene Hausner-Stoiber, Volker Horwat und Frank Volk (alle Beisitzer).

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