Noch zwei Veranstaltungen

Landsberger Kleinkunstbühne startet zum Saisonende

Trio Sfera in Landsberg
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Das Trio Sfera wird in Landsberg wohl zum ersten Mal live vor Publikum zu hören sein – und nicht wie bisher nur im Stream vor einer unsichtbaren Zuhörerschaft.
  • Susanne Greiner
    vonSusanne Greiner
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Landsberg – Nach monatelanger Corona-Zwangspause startet auch die Kleinkunstbühne s‘Maximilianeum in die fast schon abgeschriebene Spielzeit 2020/21 – mit dem ursprünglich angedachten Schlussakt: Kabarettist Martin Frank zeigt sein aktuelles Programm „Einer für alle – Alle für keinen“ im Juni im Stadttheater. Aber die Kleinkunstbühne legt nach. Mit einem musikalischen Leckerbissen, der im Juli den Theatergarten erklingen lässt.

„Es ist fast schon selbst Kabarett, dass die Spielzeit mit dem gedachten ‚Finale furioso‘ beginnt und auch endet“, sagt Kleinkunstbühnenchef Rolf Jürgen Lang. Denn zum Ausklang der wohl merkwürdigsten Spielzeit im bald 30-jährigen Bestehen des s´Max­imilianeums tritt am 16. Juni der Kabarettist Martin Frank auf. Der Mann, der eigentlich die Saison beschließen sollte. „Wir konnten also den ersten und den letzten geplanten Künstler in dieser Spielzeit auftreten lassen“, fasst Pressesprecher der Kleinkunstbühne Frank Volk zusammen: Werner Koczwara, der am 3. Oktober 2020 den Polit-Auftakt machte. Und eben jetzt Frank. „Wir haben alle mit den Hufen gescharrt“, erzählt Volk. „Und freuen uns jetzt riesig, dass wir wieder loslegen dürfen!“

Anfang März habe man die „zarte Hoffnung“ auf eine Öffnung gehabt, erzählt Volk. Aber dann gingen die Zahlen wieder nach oben, die Hoffnung sank. Die Kleinkunstbühne habe jetzt allen Künstlern ein Ersatztermine angeboten. „Und viele haben auch gesagt, dass es ihnen nicht so wichtig ist, wie viele Zuschauer kommen können. Hauptsache, sie dürfen wieder auftreten.“

Der singende Kabarettist

Der vom Standesbeamten zum Kabarettisten konvertierte Niederbayer Martin Frank präsentiert mit sattem Tenor – er ist auch als Papageno des Kabaretts bekannt – sowie Witz und Beobachtungsgabe sein neues Programm mit dem Pandemie-konformen Titel „Einer für alle – Alle für keinen.“ In diesem bereits dritten Soloprogramm spitzt Frank über die Baumkronen des heimischen Bayerwaldes und sinniert frech, hintersinnig und bitterböse über das Leben. Der Vorverkauf hat bereits begonnen, Karten gibt es im Theaterbüro des Stadttheaters. Die Besucherzahl ist auf 85 pro Konzert beschränkt – weshalb es zwei Auftritte um 18 und um 20.30 Uhr gibt. „Frank hat gesagt, dass er dann eben einfach ein bisschen früher komme“, erzählt der Pressemann der Kleinkunstbühne Frank Volk erfreut. Welche Bedingungen für den Besuch der Veranstaltungen gelten – Maske bis zum Sitz oder länger, Test oder auch kein Test –, ist dann auf der Webseite des Stadttheaters zu lesen.

Der Kracher im Juli

Auch im musikalischen Bereich bietet die Kleinkunstbühne „einen richtigen Kracher, so etwas wie eine Live-Premiere vor Publikum“, hofft Volk. Denn am 19. Juli spielt das Trio Sfera mit den Musiklegenden Fany Kammerlander, Johannes (Jo) Barnikel und Norbert Nagel open Air. Und dieses Trio war bislang nur im Konzert-Stream der Pasinger Fabrik zu hören. Die „musikalische Brillanz, Spielfreude und phantastische klangliche Vielfalt“ werde live nur noch deutlicher werden, ist Frank überzeugt.

Die Schnittmenge von Barnikel und Kammerlander ist Konstantin Wecker, zu dessen musikalischen Begleitern die Cellistin und der Pianist seit vielen Jahren zählen. Die Liste der Musiker und Bands, mit denen die drei schon auf der Bühne oder im Studio standen, umfasst aber auch Namen wie Al Jarreau, Peter Gabriel, Udo Lindenberg, LangLang, Martin Kälberer und eine ganze Reihe erstklassiger Sinfonieorchester. Inspiriert von ihrer Verbindung zu Musik und Poesie laden Kammerlander, Barnikel und Nagel mit „Sense & Sensitive“ auf eine Reise ein, geprägt durch die Kunst der Improvisation .

Das Konzert wird im Theatergarten stattfinden. Bei schlechtem Wetter werde man wohl in den Saal ziehen, sagt Volk. Aber nur dann, wenn im Saal genauso viele Zuschauer wie außen erlaubt sind. „Denn einfach 20 Leuten per Los sagen, dass sie jetzt nicht ins Konzert dürfen, das machen wir nicht.“ Weshalb es vorerst auch noch einen Ausweichtermin einen Tag später gibt.

Voller Zuversicht sind die s‘Maximilianeum-Macher für den Herbst. Eröffnet wird wie immer am 3. Oktober, heuer mit Jochen Malmsheimer – ein Mann nicht wie ein Baum, sondern wie ein ganzer Wald, hat ihn Torsten Sträter mal beschrieben. Und im November wird gefeiert: das 30-Jährige der Kleinkunstbühne. Drei Gäste stehen schon fest: Lars Reichow, Sarah Hakenberg und – natürlich –Mist­capala.

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