Baustelle Lady-Herkomer-Steg läuft

Alles OK beim Lechstegbau - nur Absperrungen funktionieren nicht

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Im Moment ist der Bagger dabei, das Loch für den Mittelpfeiler auszuheben.
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Die Bauarbeiten für den Lady-Herkomer-Steg laufen bisher problemlos.
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Der riesige Bohrer steht bereits auf der Westseite des Lechs
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Die 'Bombe' entpuppte sich als einfaches Betonrohr.
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Aber die Absperrungen werden weiterhin einfach ignoriert, umgeworfen oder gar beschädigt..
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Auch am ULP stehen Maschinengiganten. Von dort läuft eine Drainage durch die Lechstegbaustelle, die noch verlegt werden muss.
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Die Baufirma, die die Lechmauer saniert, hat bereits Anklage wegen Sachbeschädigung erhoben,. Abpserrungen wurden mit Bolzenschneidern zerstört.
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Die Baufirma, die die Lechmauer saniert, hat bereits Anklage wegen Sachbeschädigung erhoben,. Abpserrungen wurden mit Bolzenschneidern zerstört.

Landsberg – „Es läuft gut“, leitet Hochbauchef Hans Huttenloher die jüngste Baustellenbesichtigung ein. Auf der Inselbad-Seite sind die Bohrarbeiten für das Widerlager abgeschlossen. Jetzt werden die Spundwände geschlagen und das Loch für den Mittelpfeiler gebohrt, der den Lady-­Herkomer-Steg stützt. „Wir liegen auch gut im Zeitplan“, sagt Huttenloher. Ein vermeintlich gefährlicher Fund entpuppte sich als harmloses Betonrohr. Und auch das Wetter spielt mit: kaum Regen, kein Hochwasser und manchmal sogar Sonne.

Der Bohrer habe kein Problem gehabt, auf der Ostseite die notwendigen Löcher für die Pfähle zu schaffen. Also alles bereit für das Widerlager. Momentan ist ein Bagger dabei, auf der aufgeschütteten Insel im Lech das Loch für den Mittelpfeiler zwischen den Spundwänden auszuheben: Sechs Meter tief wird gebaggert.

Der Riesenbohrer steht schon seit gestern auf der ULP-, der Westseite. Der Seitenwechsel ist problemlos gelaufen – zumindest hat niemand etwas davon mitbekommen. Hier werde man demnächst mit den Vorarbeiten wie beispielsweise dem Abtragen der Straße, für den Berliner Verbau (der KREISBOTE berichtete) beginnen. „Dann werden mit der großen Schnecke die Löcher für die Doppel-T-Träger hergestellt“, sagt Huttenloher. Im Anschluss kommen auch hier die Löcher für die insgesamt 17 Bohrpfähle, die letztendlich die Plattform samt Widerlager West tragen werden. Aber nach Dreien muss pausiert werden: „Wir müssen dann erst einmal die Drainage vom ULP-Baugebiet verlegen. Nicht ganz einfach“, konstatiert der Hochbauchef. Denn da fließen satte 150 Liter Wasser pro Sekunde durch. „Das können wir nicht abstellen, sonst steht da drüben das Wasser.“ Die Arbeiten sollen in den kommenden drei bis vier Wochen abgeschlossen werden, hofft Huttenloher.

Was die Absperrungen angeht, ist man im Bauamt nicht glücklich. „Wir hatten gestern einen Ortstermin auf der Baustelle Ostseite. Und da ist ein älterer Herr ganz gechillt reinspaziert“, berichtet Huttenloher, relativ perplex. Der habe gesagt, dass doch nirgends ein Schild stehe. Dabei habe man auf der Inselbadseite extra nachgebessert, so der Hochbauleiter, und weitere Verbotsschilder aufgestellt. Die mit Schlössern gesicherten Absperrungen würden Passanten am Wochenende immer wieder aufschrauben. „Und dazu braucht man Werkzeug, das geht nicht einfach so“, betont Huttenloher. Dankbarerweise würden die Eindringlinge die Muttern immer danebenlegen: „Wenigstens können wir die Schlösser wieder anschrauben.“

Die Baufirma müsse am Freitag die Baustelle sicher abschließen, referiert Stadtpressesprecher Andreas Létang die rechtliche Lage. Das geschehe mittels Fotodokumentation. Man könne sie nicht verpflichten, auch am Wochenende auf die Absperrungen ‚aufzupassen‘.

Auch auf der Westseite werden die Absperrungen regelmäßig weggeschoben. „Aber hier ist das im Moment noch kein Problem“, sagt Huttenloher. „Ein sechs Meter tiefes Loch wie das auf der Insel ist aber hochgefährlich.“

Das Problem ist auch bei der Baufirma Schmid bekannt, die vergeblich versucht, die Baustelle für die Ufermauer am Lechpark abzusichern. Dort werden die Gitter ebenfalls weggeschoben oder sogar mit Bolzenschneidern zerstört. Die Firma habe jetzt auch Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung gestellt, informiert Létang. Das Marktoberdorfer Unternehmen will dazu auf Anfrage des KREISBOTEN keine Aussage machen.
Susanne Greiner

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