Schauen, staunen, probefahren:

Die "Horex-Days" beleben eine Landsberger Tradition neu

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Immer ein Blickfang: die „Black Edition“ der VR6-Modellpalette von Horex.
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Sehen, staunen, probefahren: Die zweite Auflage der "Horex Days" war ein voller Erfolg.
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Sehen, staunen, probefahren: Die zweite Auflage der "Horex Days" war ein voller Erfolg.
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Sehen, staunen, probefahren: Die zweite Auflage der "Horex Days" war ein voller Erfolg.
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Sehen, staunen, probefahren: Die zweite Auflage der "Horex Days" war ein voller Erfolg.

Landsberg – Gut besucht war die zweite Auflage der „Horex-Days“ am vergangenen Samstag auf dem Fabrikgelände der Horex GmbH vor den Toren der Lechstadt. Die vielen Motorräder auf den Parkplätzen machten direkt deutlich, um welche Zielgruppe es hier ging. Bei strahlendem Sonnenschein nutzen aber auch einfach nur viele Interessierte die Gelegenheit, um die neue aktuelle VR6-Modellpalette selbst in Augenschein zu nehmen oder gar Probe zu fahren.

Gerade einmal vier Jahre ist es her, dass die 3C-Carbon Group die insolvente Augsburger Horex GmbH übernahm. Die Erfahrung im Motorsport zahlte sich schnell aus, und nur sechs Monate nach der Übernahme wurde die „Silver Edition“ auf der IAA vorgestellt. Die traditionsreiche Marke, deren Ursprünge sich bis ins Jahr 1894 zurückverfolgen lassen, hat in Landsberg eine alte, neue Heimat gefunden: Denn genau hier erfand Alois Wolfmüller vor mehr als 100 Jahren das Serienmotorrad der Welt.

Auch einige alte Schätzchen aus verschiendenen Produktionsreihen sind, auf Hochglanz poliert, in den Räumen der Horex GmbH zu bestaunen. Natürlich haben sie nicht mehr viel mit den heutigen Hightech-Modellen zu tun, aber sie illustrieren anschaulich, welche Veränderungen die Marke und Maschinen über die letzten Jahrzehnte erfahren haben.

Der Name „Horex“ wurde Ende der 80er Jahre wieder enorm populär, als der Comic-Zeichner Rötger „Brösel“ Feldmann die Marke in seinen „Werner“-Comics abfeierte. Der Hype gipfelte 1988 im legendären Rennen gegen einen Porsche 911, dem 200.000 Menschen am Flugplatz Hartenholm beiwohnten. Dass der „Red Porsche Killer“ schließlich im Rennen unterlegen war, verkam fast zur Randnotiz.

Solche Menschenmassen kamen am Samstag zwar nicht zu den „Horex Days“ am 3C-Ring im Süden der Lechstadt, aber Pressesprecher Christoph Kruse zeigte sich für das Unternehme mehr als zufrieden: „Wir wurden am Morgen im positiven Sinne nahezu überrannt. Der Andrang war riesengroß, und wir sind vom Interesse der Menschen überwältigt. Alle Probefahrten sind restlos ausgebucht, da geht leider gar nichts mehr.“ Die Glücklichen, die einen Ausritt ergattern konnten, kamen allerdings mit leuchtenden Augen zurück.

Wer keine Runde auf der aktuellen Maschine mit Sechszylin­der-Motor drehen konnte, hatte aber die Gelegenheit das Modell aus der Nähe zu begutachten. Rund 35.000 Euro kostet das Geschoss mit seinen 163 PS und 1.200 Kubikzentimetern Hub­raum. Da geriet so mancher Zuschauer ins Staunen und Schwärmen. Die Lieferzeit von bis zu drei Monaten dürfte die Vorfreude nur verstärken. Individuelle Wünsche, vom Speziallack bis hin zu ergonomischen Bedienungsdetails wie Lenker oder Sitzbank, sind möglich und werden berücksichtigt.

Verwendet werden neu entwickelte Komponenten in CFK-­Leichtbautechnologie. Und die VR6 „Black Edition“ verfügt weltweit als erstes Serienmotorrad über einen Steuerkopfrahmen aus Kohlefaser. Kein Wunder also, dass diese Edition im Jahr 2016 den „Red Dot Design Award“ einheimste.

Im Rahmen der Überarbeitung der VR6-Modelle durch 3C-Entwickler wurde der Motor mehr oder weniger neu entwickelt und kaum ein Bauteil unverändert gelassen. Wie im Spitzenbereich des Automobilbaus wird das Aggregat von einem Motorenspezialisten quasi aus einer Hand gebaut. Am Ende steht ein von ausgesuchten Fachleuten gefertigtes Spitzentriebwerk, dessen Erbauer mit seinem Namen auf einer individuellen Plakette für die Qualität garantiert.

Beim Rundgang durch die Horex-Produktionshallen, konnten nicht nur die verschiedenen Modelle, sondern auch die modernen Lagersysteme und Anlangen aus der Nähe begutachtet werden. Diverse Bauteile und Motoren lagen neben allerlei Merchandise in Schaukästen zur Ansicht.

Gestärkt durch Currywurst, Leberkässemmel und alkohol­freie Drinks konnte man nicht nur die Zweiräder bewundern, sondern zur Musik der Band „The Heimatdamisch“ das Tanzbein schwingen. Die Combo von Drummer Florian Rein, bekannt geworden mit den „Banana Fishbones“, spielte Coverversionen bekannter Hits.

Dietrich Limper

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