Museum macht Stadt interessant

Ergebnisse der Umfrage von "Demoversion Stadtmuseum" sind da

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Die Auswertung der Fragebögen ist da: Die innovative Darstellung der Ausstellung „Demoversion Stadtmuseum“ im vergangenen Jahr hat den Besuchern besonders gefallen. Insgesamt bestätigten sie: Landsberg wird durch den Besuch des Museums interessanter.

Landsberg – Wer bei der Ausstellung „Demoversion Stadtmuseum“ gewesen ist, weiß Bescheid: Die Landsberger sollen mitbestimmen, wie das Neue Stadtmuseum nach der anstehenden Sanierung aussehen soll. Ganze 328 Fragebögen wurden im Lauf der Ausstellung ausgefüllt. Jetzt sind die Ergebnisse ausgewertet: Landsberg wird durch den Museumsbesuch interessanter. Und er vermittelt viel Neues, selbst für die Alteingesessenen. Vorgestellt werden die Umfrageergebnisse in der heutigen Sitzung des Kulturausschusses im Rathaus.

Das mit der Fragebogenentwicklung beauftragte Büro Kulturevaluation Wegner Karlsruhe stellte einen hohen Anteil von Stammkunden fest. Sozusagen Wiederholungstäter – ein deutliches Anzeichen für das Interesse an den themenbezogenen Ausstellungen generell. Zudem durften die Besucher auch die Ausstellung „Demoversion Stadtmuseum“ selbst benoten. Sie schloss mit „sehr gut“ ab. Die „innovative Gestaltung“ punktete, aber auch die Vielfalt der angesprochenen Themen.

Besonders gefallen hatten den Besuchern die zahlreichen Mitmachelemente, die die Ausstellung zum pädagogischen Überraschungsei machten: Die legendäre Jukebox spielte Hits aus der Zeit der amerikanischen Besatzung. An der Medienstation zoomte sich der interessierte Bürger in Altarbilder und tauchte in ein virtuelles Reisespiel über die Jesuiten ein. Und auch barocke Kunstwerke konnte jeder selbst am Leuchttisch entstehen lassen.

Das Büro Kulturevaluation Wegner führte auch eine Besucherbeobachtung durch. Deren Ergebnis: Interaktive Elemente führen zu einem besseren Verständnis. Und auch dazu, sich das, was man gerade gesehen hat, nochmals genauer anzuschauen.

Wer sich schließlich die Mühe machte und den mehrere Seiten langen Fragebogen ausfüllte, durfte mittels orangenen Klebepunkten seine Meinung abgeben: „Welches Thema ist mir für die zukünftige Dauerausstellung im Stadtmuseum wichtig?“ Stadtentwicklung, Zeitgeschichte bis 1945, Ruethenfest, vieles stand zur Auswahl. „Gewonnen“ hat die Stadtentwicklung – was zu erwarten war. Aber auch die Zeitgeschichte bis 1945, Erfindungen und Persönlichkeiten sowie Kuriositäten punkteten.

In den beliebten Feldern „weitere Wünsche“ waren Vorschläge wie Ausstellungen zu Industrie und Handwerk zu lesen. Auch die zukünftige Planung und Entwicklung der Stadt Landsberg lag den Besuchern am Herzen.

Und welche Punkte gilt es bei der Entwicklung des „neuen“ Neuen Stadtmuseums zu berücksichtigen? Themenvielfalt, Barrierefreiheit, bessere Wegweiser und Angebote für die Kleinen sind hier nur einige Stichpunkte. Auch ein Café oder zumindest ein Ort zum Verweilen wäre schön, sagen die Besucher – beides vor allem ein Wunsch der Landsberger. Woraus man wiederum schließen könnte, dass die Landsberger sich gerne länger mit der Geschichte ihrer Stadt beschäftigen. Wenn es dazu Kaffee und Kuchen und die Möglichkeit zu kurzen Pausen gibt.

Bei allen positiven Ergebnissen sei jedoch auch eine Nichtbesucherstudie wünschenswert, heißt es in der Pressemitteilung. Denn es wäre ja hilfreich, die Hindernisse für einen Museumsbesuch zu kennen. Und auch zu wissen, welche Wünsche derzeit nicht erfüllt werden.

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