OB in spe?

6 Fragen an den Landsberger OB-Kandidat Felix Bredschneijder

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Was willst Du denn mit dem Verkehr machen? Eine von vielen Fragen, die Bredschneijder oft gestellt wird.

Landsberg - Felix Bredschneijder (42) tritt als Kandidat der SPD bei der kommenden Oberbürgermeister­wahl an. Jetzt beantwortet er 6 Fragen an sich selbst, die ihm so oder so ähnlich alle schon gestellt wurden...

Frage 1

Ehrlich? Du willst Oberbürgermeister werden? Das ist doch ein furchtbarer Job! Warum denn???

Bredschneijder: Ist es eben nicht. Zunächst mal: der Job ist ganz und gar nicht furchtbar. Aber sehr herausfordernd. Was man meistens in der Presse sieht, das ist der nette Teil. Zu Gast hier, Blumen überreichen dort, Bändchen durchschneiden usw. Das kann man belächeln. Aber sollte man nicht. Als OB ist man Repräsentant der Stadt. Ich wäre da kein Grüß-Gott-Onkel. Sondern der, der stellvertretend für die Stadtgemeinschaft kommt und Dank und Wertschätzung übermittelt. Eine wichtige Aufgabe sogar!

Frage 2

Jaja. Aber dann schlägst Du Dir Deine Abende bei irgendwelchen Vereinen um die Ohren. Willst Du das wirklich?

Bredschneijder: Das habe ich jetzt als Stadtrat ja auch schon gemacht. Und eins dabei gelernt: ich hab mich an keinem dieser Abende bislang gelangweilt. Überhaupt nicht. Das liegt vielleicht daran, dass ich ziemlich neugierig bin. Und mich immer etwas interessiert. Ich erinnere mich zum Beispiel sehr gern an das Jubiläum der Modelleisenbahnfreunde - mit welcher Leidenschaft diese Leute unser aller Kindheitserinnerungen inzwischen mit High-Tech kombinieren - super spannend! Und vor Allem: Es sind Menschen. Und ich interessiere mich ganz grundsätzlich für meine Mitmenschen und das, was sie und uns alle umtreibt.

"OB in spe" Felix Bredschneijder von der SPD

Oberbürgermeister-Kandidat und selbsternannter "OB in spe" Felix Bredschneijder von der SPD © Privat
Oberbürgermeister-Kandidat und selbsternannter "OB in spe" Felix Bredschneijder von der SPD © Privat
Oberbürgermeister-Kandidat und selbsternannter "OB in spe" Felix Bredschneijder von der SPD © Privat
Oberbürgermeister-Kandidat und selbsternannter "OB in spe" Felix Bredschneijder von der SPD © Privat
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Oberbürgermeister-Kandidat und selbsternannter "OB in spe" Felix Bredschneijder von der SPD © Privat
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Oberbürgermeister-Kandidat und selbsternannter "OB in spe" Felix Bredschneijder von der SPD © Privat

Frage 3

Aha. Hübsch. Aber das alleine kannst Du ja nicht mit herausfordernd meinen, oder?

Bredschneijder: Nee. Das ist auch nur der Teil, den viele sehen. Das ist ein bisschen wie ein Eisberg: vieles passiert unter der Oberfläche, also ohne dass man davon in der Presse lesen kann. Da ist vieles, was in einer Verwaltung wichtig ist, was nach außen wenig bekannt ist. Als OB ist man schließlich nicht nur das freundliche Gesicht aus der Zeitung, sondern Behördenleiter mit Personalverantwortung. Ich muss an der Spitze eines mittelständischen Unternehmens mit über 500 Angestellten und einem Umsatz in zweistelliger Millionenhöhe stehen können. Das bedeutet Verantwortung für Mitarbeiter mit allen ihren großen und kleinen Nöten. Das erfordert überlegtes Handeln. Kurzfristige Erfolge in der öffentlichen Meinung stehen hinter ernsthafter Arbeit zurück.

Frage 4

Und Du meinst, Du kannst das besser als Andere?

Bredschneijder: Wenn ich das nicht meinen würde, würde ich nicht antreten. Ich stelle gerade jetzt im Wahlkampf fest, dass es diese Ernsthaftigkeit sehr dringend braucht. Und ich Populismus weder kann noch will. Wenn ich weiß (und ich habe den gleichen Informationsstand wie alle anderen auch), dass die eine oder andere Idee einfach absolut nicht möglich ist und niemals umgesetzt werden kann - dann darf ich nicht rausgehen und erzählen, dass ich mir das überlege. Ich könnte abends nicht mehr in den Spiegel schauen. Genauso wenig kann ich mich hinstellen und behaupten, ich hätte dieses oder jenes erst versprochen und dann auch gehalten, wenn ich gar nichts dazu beigetragen habe.

Und Du meinst, Du kannst das besser als Andere? Ja.

Frage 5

Was würdest Du denn als erstes anpacken?

Bredschneijder: Ganz klar: Wiesengrund. Wir haben dieses Grundstück jetzt seit gut 5 Jahren. Es gibt einen bestandskräftigen Bebauungsplan. Und es geht nichts voran. Gemeinsam mit der großen Mehrheit des Stadtrates müssen wir ganz zügig zusehen, dort dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Die Stadt muss das selber behalten und verwalten. Denn nur so können wir garantieren, dass dieses Gebiet auch noch für viele Generationen von Landsbergern nach uns gesund und erhalten bleibt. 

Eine gute Mischung aus jung und alt und jeder Einkommensgruppe soll sich dort wohlfühlen können. Aus meiner Sicht ist es dafür nicht entscheidend, ob wir das als Stadt oder mit einer eigenen kommunalen Wohnungsbaugesellschaft machen - wichtig ist nur, dass es voran geht. Und dass es in unserem Eigentum verbleibt. Denn wenn wir Baugebiete wieder gänzlich aus der Hand geben, machen andere die Stadtentwicklung für uns. Ob uns das gefällt oder nicht. Siehe Pflugfabrik.

Frage 6

Was willst Du denn mit dem Verkehr machen?

Bredschneijder:  Erstmal und wie sonst auch bei mir: ehrlich bleiben. Wer Hoffnung macht, dass es diese zauberhafte, eine große Lösung gibt, egal wie teuer, bei der plötzlich alles fließt, nirgends Stau ist, Fahrräder wie auf Schienen durch die Stadt gleiten und zwar jeder Auto fahren kann es aber keiner mehr sieht - wer diese Hoffnung macht, der ist nicht ehrlich. Die Suche nach einer „Lösung“ setzt nämlich erst einmal voraus, das „Problem“ erkannt zu haben. Nur sieht beim Verkehr das Problem jeder woanders. 

Wer viel mit dem Rad fährt, will die Innenstadt für PKW gesperrt haben. Wer auf das Auto angewiesen ist, und das sind viele, der ist von Zebrastreifen und Tempo 30 genervt. Es wird nicht anders gehen, als viele kleine Schritte zu machen. Die dafür aber klug und entschlossen. Die Stadt erarbeitet derzeit einen Verkehrsentwicklungsplan, bei dem jede denkbare Maßnahme nochmals auf Herz und Nieren geprüft und mit aktuellen Zahlen und Hochrechnungen hinterlegt wird. Wenn das fertig ist, was noch im Laufe diesen Jahres geschieht, muss es an die Umsetzung gehen. 

Nicht wieder wie bei Knoflacher: die Umsetzung seines Konzeptes wurde vom Stadtrat beschlossen - und ist nicht mehr aufgetaucht. Solche Mutlosigkeit dürfen wir uns nicht mehr erlauben. Wir müssen beherzt an den Stadtbus, die Radwege verbessern und für Fußgänger attraktiv bleiben. Dort Verkehrswege erschließen und bauen, wo sie sinnvoll und vor allem überhaupt möglich sind. Aber mit dem Vorliegen des Plans muss vor allem die Zeit der Debatten vorbei sein. Und entschlossen gehandelt werden.

Wahlen in Landsberg am Lech

Die Kommunalwahlen finden in Bayern am 15. März 2020 in allen Kommunen des Freistaat Bayern statt. Gewählt werden Stadt- bzw. Gemeinde- und Landkreisvertretungen sowie in der überwiegenden Zahl der Gemeinden und Landkreise (Ober-) Bürgermeister und Landräte.

Sollte im ersten Wahlgang am 15. März 2020 bei der Wahl des Oberbürgermeisters oder des Landrates keiner der Bewerber mehr als 50 % erreichen, so wird am 29. März in einer Stichwahl zwischen den beiden führenden Kandidaten erneut abgestimmt.

Mehr über Landsbergs Oberbürgermeister-Kandidat und selbsternannten OB in spe Felix Bredschneijder von der SPD erfahren Sie hier: www.ll-ob-in-spe.de

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