Randale im Landsberger Osten - zwei Autos in Flammen

Mitten in der Nacht: Polizei jagt Randalierer mit dem Helicopter

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Die Landsberger Feuerwehr war zwar schnell zur Stelle am Brandherd in der Spitalfeldstraße, doch viel mehr als Schadensbegrenzung blieb nicht mehr.

Landsberg - Es muss schon ordentlich zur Sache gehen, wenn die Polizei mitten in der Nacht einen Hubschrauber einsetzt, um einer Gruppe Randalierer habhaft zu werden. So geschehen heute Nacht im Landsberger Osten - bislang ohne Fahndungserfolg. Die Unbekannten setzen zwei Autos in Brand und verursachten Sachschäden an mindestens acht weiteren Pkw.

Das sinnlose Wüten nahm gestern gegen 23:30 Uhr in der Johann-Schmid-Straße seinen Lauf: Anwohner beobachteten mehrere Jugendliche, wie sie eine „Ape“ umwarfen und anschließend die Flucht ergriffen, schildert ein Polizeisprecher. Doch damit nicht genug. Gegen Mitternacht wurde dann die Feuerwehr alarmiert, weil in der Spitalfeldstraße zwei Autos brannten. Den Einsatzkräften der Feuerwehr Landsberg gelang es, die Brände zu löschen. Die auf dem Parkplatz der Berufsschule und einer gegenüberliegenden Parkfläche abgestellten Fahrzeuge, ein Audi A6 und ein Seat Arosa, wurden jedoch schwer beschädigt

Im weiteren Verlauf der Nacht und am Donnerstagvormittag seien im Bereich naheliegenden Straßen mehrere beschädigte Fahrzeuge registriert worden, die man ebenfalls dieser Gruppe zuschreiben könne. Unter anderem traten die Randalierer auf ihrem zerstörerischen Zug durch die Lechstadt zahlreiche Außenspiegel geparkter Fahrzeuge ab und machten sich auch an Kennzeichen zu schaffen. Der Gesamtschaden liegt nach ersten Schätzungen bei 20.000 Euro.

Bei dem Einsatz war auch ein Polizeihubschrauber mit von der Partie, der im tiefen Schwebeflug das Gebiet im Landsberg Osten absuchte. Viele Lechstädter wurden dadurch aus dem Tiefschlaf gerissen. Bis nach Pürgen sei die Suche nach den Jugendlichen ausgeweitet worden. Von Erfolg gekrönt war die Aktion bis dato allerdings nicht.

Die Ermittler der Kriminalpolizei gehen davon aus, dass sowohl für die Brandstiftung an den beiden Autos als auch die Sachbeschädigungen dieselben Personen verantwortlich sind. Aufgrund von Zeugenaussagen waren bis zu drei Personen vermutlich daran beteiligt; von zwei liegen Beschreibungen vor. Mitglied des Trios war eine etwa 20 Jahre alte und 1,65 Meter große Frau mit schulterlangen glatten Haaren. Sie wird als "schlank" beschrieben, trug ein schwarzes Oberteil, eventuell ein T-Shirt und eine schwarze Hose. Bei dem zweiten Täter handelt es sich um einen etwa gleich alten und gleich großen Mann mit Glatze sowie kräftiger, athletischen Statur. Er trug ein schwarzes T-Shirt mit rotem Aufdruck an der Brust, eine beigefarbene Bermudahose und Turnschuhe.

Alle bisher gemeldeten Taten wurden in Straßen nördlich und südlich der Münchener Straße (Spitalfeldstraße, Am Klostergarten, Johann-Schmidt-Straße) verübt. Zeugen, die im Umfeld dieser Tatorte Beobachtungen gemacht haben, sollen sich bei Kripo Fürstenfeldbruck unter Telefon 08141/6120 melden.

Toni Schwaiger

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