Verwendung des Gebäudes in der Lechstraße noch unklar

Sozialstation St. Martin zieht ins Heilig-Geist-Spital

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Bald steht das ehemalige Sozialzentrum in der Lechstraße leer: Auch die Sozialstation St. Martin mit Geschäftsführerin Juliane Hampe rückt ins Heilig-Geist-Spital auf.

Landsberg – Das Erdgeschoss ist schon gespenstisch leer. Und spätestens Ende September will auch die Sozialstation St. Martin aus dem Gebäude in der Lechstraße ausgezogen sein. Dann gibt es dort nur noch die Wohnungen im hinteren Gebäudeteil. Was mit den leeren Räumen geschehen soll, ist noch nicht klar. Weder der Eigentümer, das Bistum Augsburg, noch der Verwalter, das Augsburger St. Ulrichswerk, haben hier Antworten.

Es sei erst seit letztem Jahr klar, dass die Sozialstation, verantwortlich für ambulante Pflege, auch „im Nachgang mit ins Heilig-Geist-Spital einziehen kann“, sagt Geschäftsführerin Juliane Hampe. „Im Spital haben wir eine optimierte Struktur: Wir konnten unsere Bedarfe formulieren und dementsprechend wurde gebaut.“ Die Sozialstation wird in Zukunft im Dachge­schoss des Spitals zu finden sein. Der Umzug könne vielleicht bis Ende Juli stattfinden, „aber da ist Urlaubszeit“. Noch habe man keine offizielle Kündigung der Sozialstation, betont das St. Ulrichswerk. „Aber wir sind definitiv bis Ende September draußen“, sagt Hampe.

Was mit den leerstehenden Räumen in Zukunft geschehen wird, ist noch nicht klar: „Es gibt bereits erste Gespräche wegen einer Nachfolgenutzung im sozial-caritativen Bereich“, betont der Leiter der Kommunikation des Bistums Augsburg Karl-Georg Michel. Diese Gespräche seien aber noch nicht abgeschlossen, „weshalb wir derzeit hierzu keine weiteren Auskünfte erteilen können“.

Die ökumenische Sozialstation St. Martin gGmbH organisiert die ambulante Pflege – und ist somit auf „stehende Leitungen“ angewiesen: „Wir brauchen ein Telefon und den Computer“, sagt Hampe. Daneben ist die Sozialstation auch für die Essensversorgung der Senioren zuständig. Die 17 Plätze für Kurzzeitpflege, die in der Lechstraße zu finden waren, sind indessen bereits in den 117 Plätzen des Spitals aufgegangen (der KREISBOTE berichtete). Bei der stationären Kurzzeitpflege – Träger ist die Caritas – war auch von Anfang an klar, dass sie ins Heilig-Geist-Spital ziehen würde. „Alle Einrichtungen hatten hier in der Lechstraße eigene Mietverträge“, erklärt Geschäftsführerin Hampe.

Das war nicht immer so: Bis 2016 war der Name, der auch am Haus zu lesen ist, Programm: das Sozialzentrum, ein Zusammenschluss aller dort vertretenen Dienste – Essen auf Rädern, Essen für Schulen und Kindergärten, die offene Behindertenarbeit, ambulante Pflege und auch die stationäre Kurzzeitpflege. Aber dann hieß es „back to the roots“: für die Sozialstation St. Martin zurück zur stationären Pflege. Was sich auch im Namen niedergeschlagen hat, vom Zentrum zur „Station“.

Hampe freut sich auf das Heilig-Geist-Spital: „Wir können dort Synergien nutzen“. Ambulante und stationäre Betreuung unter einem Dach ermögliche kurze Wege. Zwar habe die Sozialstation nicht viel Kundenverkehr. Dennoch sei das Spital besser erreichbar. Und da sich dort auch die Mitarbeiter wiedertreffen, könne man auf Bewährtes zurückgreifen. Nicht zuletzt gibt es auch ein optisches Plus für Hampe: „Wir freuen uns auf die schöne Aussicht.“

Susanne Greiner

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