Zink sucht "strategischen Partner"

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Die Zink Nutzfahrzeug KG im Landsberger Gewerbegebiet sucht derzeit einen „strategischen Partner“, wobei ein Verkauf nicht ausgeschlossen ist.

Landsberg – Die Firma Zink gehört zu den großen Landsberger Traditionsunternehmen. 1903 gegründet, Fami­lienbetrieb seit vier Generationen, Nutzfahrzeugbauer und Servicepartner großer Hersteller wie MAN und Meiller. Jetzt bietet eine Schweizer Agentur das Unternehmen zum Verkauf an.

Die MAP AG Mobile Assets & Plants mit Sitz in schweizerischen Ermatingen am Bodensee (www.map-suisse.com) be­- wertet, saniert und vermarktet nach eigener Aussage Unternehmen aus allen Branchen, und zwar unter anderem im Auftrag von Banken, Rechtsanwaltskanzleien und Insolvenzverwaltern. Auch vermittelt sie Investoren. In der Rubrik „Unternehmensverkäufe“ wird derzeit die Zink Nutzfahrzeuge KG angeboten – mit kompletter Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie dem Lagerbestand, „auf Wunsch inklusive des Firmennamens Zink“. Die Betriebesgebäude könnten auf Wunsch gesondert erworben werden, so heißt es.

Auf einer 27-seitigen Objektliste, ebenfalls abrufbar auf der Homepage der Schweizer Agentur, ist das mobile Anlagevermögen aufgeführt – vom Ersatzteillager für eine sechsstellige Summe bis hin zu kleinsten Artikeln der Büroausstattung für nur wenige Euro.

„Die Anforderungen des Marktes und auch die der Hersteller führen in den kommenden Jahren zu Herausfor­derun- gen, die zusätzliche Management- und Kapitalkraft erfordern“, heißt es in der Anzeige der MAP. Daher sei die Entscheidung getroffen worden, das Unternehmen zur Suche eines strategischen Partners „bis hin zum Verkauf des Gesamtunternehmens“ zu öffnen. Der Jahresumsatz soll bei 3,5 Millionen Euro liegen, als Verhandlungsbasis für den Verkauf wird ein Preis von 395 000 Euro angegeben

Bei Zink selbst will man von Verkaufsabsichten nichts wissen. „Wir suchen lediglich einen Teilhaber“, sagt Susanne Zink, die gemeinsam mit ihrem Bruder das Unternehmen leitet. „Dafür brauchen wir noch Genehmigungen von unseren Vertragspartnern.“ Eine Entschei­dung werde voraussichtlich bis Mitte des Jahres fallen. Auf jeden Fall werde Zink nicht aus Landsberg verschwinden. „Es bleibt so, wie es ist“, beteuert Susanne Zink.

Auch bei MAP hält man sich bedeckt. Auf die Frage nach Verkauf oder Teilhaberschaft sagt der zuständige Mitarbeiter Markus Schaller lediglich: „Es geht in solchen Fällen immer um beides.“ Man stecke gerade in „sehr ernsthaften Verhandlungen“.

Ulrike Osman

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