Feiern auf der Waitzinger Wiese

Anstich in der Zeltsauna

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Nach nur drei Schlägen sprudelte das Bier in Strömen. Bei der Hitze ein Genuss, finden auch Wiesn-Veranstalter Edmund Diebold, OB Mathias Neuner, Andreas Kießwetter von Paulaner Bräu und Zeltwirt Roland Rachinger (von links).

Landsberg – Hitze, Sonne und Schweiß. Die Stadtjugendkapelle spielt, der Schatten der Konzertorgel dient als Refugium. Bier wird im Brunnen gekühlt. Am Donnerstagabend war das Wiesn-Vorglühen auf dem Georg-Hellmair-Platz wörtlich zu nehmen. „Wir haben zehn Grad zuviel“, urteilte Wiesn-Veranstalter Edmund Diebold jr. am Ausschank. Das 50-Liter-Fass, traditionell ein Geschenk der Brauerei Paulaner zum Wiesnauftakt, war demnach schnell geleert, auch wenn wegen Werktag und Hitze nicht ganz so viele Feierwillige zum Freibierausschank kamen.

Dieses Jahr sei es ja eher eine Not-Wiesn, meint Diebold. Nur ein Wochenende haben Wiesn-Besucher heuer Zeit, das Festzelt zu besuchen und die verschiedenen Attraktionen auf dem Rummelplatz zu genießen. Am Montagabend ist dann schon wieder alles vorbei. Fast habe man gar keinen Termin gefunden, gibt Diebold zu bedenken. „Vorher hat Zeltwirt Rachinger keine Möglichkeit gesehen. Und später klappt es in Landsberg nicht mehr.“ Denn hier starten am 30. Juni die Europa-Tage der Musik mit Veranstaltungen am Hauptplatz. „Da wäre auch der Umzug nicht mehr durchgekommen“, begründet Oberbürgermeister Mathias Neuner die verkürzte Wiesn. Ein Wochenende sei natürlich riskant, meint Diebold. „Denn der Aufwand ist ja fast der gleiche.“ Doch immerhin verheißt der Wettergott bis Montag nur Gutes – und im Vergleich zum verregneten Wiesnfest 2016 kann es nur besser werden.

Nach drei Schlägen war o'zapft

Die Stadtjugendkapelle unter der Leitung von Hans-Günter Schwanzer begleitete den kleinen Umzug musikalisch durch den Hinteren Anger zur ­Waitzinger Wiese. Und im nicht gerade klimatisierten Festzelt griff OB Neuner auch schnell beherzt zum Hammer, um nach drei Schlägen die selbstgezapfte Maß genießen zu können. Das Bier floss offensichtlich in Strömen, denn zur Freude der Festbesucher in den vorderen Reihen verteilte Neuner beherzt von der Bühne herab weitere Maß Freibier – geteilte Freude wirkt bekanntlich doppelt.

Wer im rasanten Tempo durch die Luft gewirbelt werden will, sich vor den hohen Temperaturen in der Geisterbahn verstecken möchte oder gemütlich den Steckerlfisch genießt, hat heuer bis zum 26. Juni Zeit. Am Freitag ist Familiennachmittag, Senioren erhalten am Montag gegen Gutschein ein Freigetränk samt günstigerem Giggerl und am Sonntag findet ab 15.30 Uhr der große Trachtenumzug statt. Er startet in der Spöttinger Straße und führt über den Hauptplatz und die Sandauer Brücke zum Festplatz. Ebenso am Sonntag haben Oldtimerfans ab 13.30 Uhr die Möglichkeit, historische Schönheiten bei der 333-Minuten-Rallye zu bestaunen. Und am Montagabend gibt es voraussichtlich ab halb elf das abschließende Feuerwerk. Die Wettervorhersage: blau-weißer Himmel. Trocken.

Susanne Greiner

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