Eine App macht Geschichte

LandsbergHistoryApp macht regionale Geschichte erleb- und gestaltbar

Erste Erkundungen mit der Demoversion von Landsberg möglich: Auf der interaktiven Karte kann man sich in der BerlinHistoryApp den Standort in Landsberg navigieren.
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Erste Erkundungen mit der Demoversion von Landsberg möglich: Auf der interaktiven Karte kann man sich in der BerlinHistoryApp den Standort in Landsberg navigieren.

Landsberg – Mit einer digitalen und ortsbasierten Smartphone-App für einen multimedialen Zugang zur regionalen Geschichte will der Kulturverein dieKunstBauStelle an den Start gehen: mit der Lands­bergHistoryApp. 

Damit werde eine kostenfreie Plattform entstehen, auf der Historiker, Künstler, Autoren und Journalisten gemeinsam mit Jugendlichen, Zeitzeugen und kommunalen Partnern den Zugang zur Geschichte Landsbergs und des Landkreises gestalten und erleben, so Wolfgang Hauck, Vorsitzender des Vereins dieKunstBauStelle. Während der nächsten zwei Jahre solle das Pilotprojekt in Kooperation mit dem Verein Berlin History, Ideengeber und Softwareentwickler, thematisch und konzeptionell realisiert werden. Die App solle zu einem Erkundungs- und Navigationswerkzeug für Stadt- und Landkreis werden und einen spielerischen Zugang zu Geschichte ermöglichen.

„Bis zum Frühjahr werden mehr als 400 biografische Text- und Bildeinträge eingearbeitet“, berichtet Hauck. „Ob Personen der letzten Jahrhunderte mit ihren lokalen Bezügen oder Orte der Frühgeschichte wie die Siedlung Pestenacker.“ Für die Geschichte der Flößer oder des Salzhandels seien ebenso Themenbereiche vorgesehen. So werde eine mittelalterlich geprägte Stadt zeitgemäß porträtiert. Erste Orientierungspunkte könnten schon entdeckt werden: die alten Landsberger Brunnen oder der Panther im Inselbad. Später werde es ein Fachgremium geben, um auch die neuere Geschichte einzuarbeiten und mit vorhandenen Informationsangeboten, etwa der Stadt Landsberg, zu kombinieren.

„Diese kleine Stadt ist von ihrer Geschichte her unglaublich spannend“, sagt der Berliner Historiker und Kulturmanager Martin Recken, der seit acht Jahren das Projekt Berlin History entwickelt hat. Ich sehe viele Synergien und ein großes Potenzial für unsere Zusammenarbeit.“ Das „App-Projekt“ hat Modellcharakter: „Auch eine Übergabe an andere Einrichtungen in Bayern ist nach der Pilotphase geplant“, meint Hauck. Damit könne die LandsbergHistoryApp zur BayernHistoryApp werden.

Erste Förderzusagen aus Bundesmitteln liegen bereits vor. Jetzt ist es der Wunsch der Initiatoren, dass sich Stadt und Landkreis Landsberg, die Gemeinden Kaufering und Penzing gemeinsam für das Projekt begeistern und als Partner einsteigen. Eine Demoversion von Landsberg gibt es bereits zu sehen auf: https://berlinhistory.app.

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