Kandidat/in in Wartestellung:

Ein grüner OB für Landsberg?

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Der neue Vorstand der Grünen-Ortsfraktion mit Katharina Schulze (links), Fraktionsvorsitzender im Landtag: Leo Lischka, Ulrike Gömmer, Moritz Hartmann, Horst Kürschner, Traudl Lüßmann, Sonja Lischka und Roger Mandl

Landsberg – Der Ortsverband der Grünen ist neu aufgestellt. Und auch einen OB-Kandidaten will die Fraktion stellen. „Es gibt im Moment einen tollen ‚Grünen Wind‘ in Landsberg“, sagt Vorstandsmitglied Moritz Hartmann. Der KREISBOTE unterhielt sich mit dmn neuen Ortsgruppensprecher.

Herr Hartmann, wie war die Stimmung bei der Vorstandswahl?

Moritz Hartmann: „Sehr gut! Besonders gefreut hat mich, dass wir einen siebenköpfigen Vorstand hinbekommen haben – somit können wir die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen. Da blieb doch sehr viel an Henrik Lüßmann hängen. Da ich nicht mehr Vorsitzender im KJR-Landsberg bin, hab ich jetzt Zeit, mich als Sprecher voll einzubringen.“

Sehen die Stadtrat-Grünen die Zusammenarbeit mit OB Neuner als ‚Schmusekurs‘?

Hartmann: „Unterschiedliche Meinungen und Vorschläge müssen abgewogen werden können und man muss die nötigen Mehrheiten finden. Aber ich würde nicht von ‚Schmusekurs‘ sprechen. In manchen Bereichen liegen wir inhaltlich näher bei ihm, bei anderen weiter weg.“

Welche Chancen räumen die Stadtratsgrünen ihrem OB-Kandidaten ein?

Hartmann: „Wir werden auf jeden Fall einen Kandidaten stellen. Unser Ziel ist, den Kandidaten in die Stichwahl zu bringen. Intern loten wir gerade einen Kandidaten aus und werden ihn vor oder kurz nach der Sommerpause bekanntgeben.“

Wie viele Sitze erhoffen sich die Stadtratsgrünen bei der Wahl?

Hartmann: „Unser Ziel ist, auf jeden Fall die sechs Sitze zu behalten, über ein oder zwei mehr freuen wir uns. Aber wir brauchen dazu Kandidaten aus unterschiedlichsten Bereichen und starten gerade Gespräche mit potentiellen Kandidaten. Stand ist, dass nicht mehr alle kandidieren werden – Genaueres können wir noch nicht sagen.“

Wie empfinden die Grünen die Arbeit im und mit dem Stadtrat?

 Hartmann: „Es wurde in letzter Zeit vieles angestoßen, aber weniges konkret umgesetzt. Beim Verkehrsentwicklungsplan fehlt uns die grundlegende Haltung, in finanziellen und die Fläche betreffenden Konfliktfällen Fahrradfahrern und Fußgängern sowie dem ÖPNV den Vorrang zu geben. Unsere Gesamtstrategie Landsberg 2035 hat viele sinnvolle Ziele hervorgebracht – manche sind aber sehr allgemein gehalten und die Stadt hat wenig Einfluss. Spannender sind konkrete Maßnahmen, die noch beschlossen werden müssen. Wir werden darauf achten, wie mit bereits beschlossenen Maßnahmen – ISEK, Verkehr und Mobilität – umgegangen wird.“

Welche Arbeit steht jetzt für die Grünen im Stadtrat an?

Hartmann: „Wir wollen eine Mobilitätswende hin zu Zufußgehen, Fahrrad und ÖPNV. Unser Antrag zur Erstellung von Förderrichtlinien für Lastenfahrräder geht in diese Richtung. Die Flächenversiegelung müssen wir im Blick haben. Daher ist es für uns ein No-Go, am Klinikum neue Parkplätze auf der grünen Wiese zu schaffen. Vielmehr müsste der Individualverkehr rund ums Klinikum reduziert werden, gerne durch eine Bewirtschaftung der Parkflächen. Wenn dennoch zusätzliche Parkplätze benötigt werden, sollte über ein Parkhaus nachgedacht werden.

Wir dürfen die finanziell nicht so gut dastehenden Bürger nicht aus den Augen verlieren und müssen im Rahmen unserer Möglichkeiten günstigen Wohnraum einerseits selber schaffen und andererseits Flächen quasi zweckgebunden für günstigen Wohnraumbau zur Verfügung stellen.

Persönlich ist mir besonders wichtig, unsere zukünftigen Landsberger, die jetzigen Kinder und Jugendlichen, besser in die Entscheidungen mit einzubinden.“

Susanne Greiner

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