Nur ein Angebot für den Neubau:

Drei Millionen Euro mehr für Landsbergs neuen Steg

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Der neue Steg zwischen Urbanem Leben am Papierbach und Altstadt könnte richtig teuer werden: die mittlerweile zweite Ausschreibung ergab bei nur einem Angebot 7,7 Millionen Euro statt der angesetzten 4,7.

Landsberg – Die Bäume, die den Brückenköpfen der geplanten Fußgänger- und Rad­brücke über den Lech im Weg waren, sind längst gefällt. Doch wann die Bauarbeiten für den Lady-Herkomer-Steg nun tatsächlich beginnen können, ist offen. Zwar liegt der Stadt inzwischen ein Angebot vor, doch das ist erheblich höher als gedacht. Statt der im Haushalt angesetzten 4,7 soll die Brücke stolze 7,7 Millionen Euro kosten.

Kurz vor Mitternacht ließ Kämmerer Peter Jung im Stadtrat diese Bombe platzen. Unter anderem wegen des Lechstegs stand ein Nachtragshaushalt auf der Tagesordnung, der dann allerdings aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr diskutiert wurde. Stattdessen soll er am kommenden Mittwoch (10. Juli) im Rahmen einer Finanzausschusssitzung vorberaten werden und mit entsprechenden Empfehlungsbeschlüssen Thema im nächsten Stadtrat sein.

Der Lady-Herkomer-Steg soll als wichtige Verkehrsader für Fußgänger und Radfahrer die Altstadt mit dem neuen Stadtteil „Urbanes Leben am Papierbach“ (ULP) verbinden. Doch die Realisierung gestaltet sich schwieriger als gedacht. Auf die erste Ausschreibung hin ging kein einziges Angebot bei der Stadt ein. Die Resonanz auf die daraufhin beschlossene erneute Ausschreibung ist nun offenbar ebenfalls mager ausgefallen. Laut Jung ist ein einziges Angebot eingegangen – zu einem Preis, der um drei Millionen Euro über dem Ansatz liegt.

„Im Rahmen von Straßensanierungen durch Bund und Länder werden im Moment viele Brücken neu errichtet“, sagte Pressesprecher Andreas Létang auf Anfrage. Auch die Deutsche Bahn ist mit der Sanierung von Brücken beschäftigt. Viele Firmen seien demzufolge ausgelastet und hätten kein Interesse, in Landsberg ein Gebot abzuge­ben. Tun sie es doch, dann zu ihren im Moment ganz speziellen Preisen.

Laut Létang hätte die Stadt die Möglichkeit, eine dritte Ausschreibung durchzuführen. Doch den Firmen sei natürlich bewusst, dass sie aufgrund der großen Nachfrage zurzeit in einer starken Position sind.

Ulrike Osman

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