Landschaft und Natur schützen – Änderung für Wohngebiete und Gewerbegebiet in Eching zugestimmt

Die 3. Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) beschert der Gemeinde Eching ein neues Gewerbegebiet zur Nahversorgung und zwei neue Wohngebiete. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden die Bedenken und Anregungen der Träger öffentlicher Belange vorgestellt in deren Mittelpunkt der Schutz des ländlichen Charakters sowie der Naturschutz steht.

Das Amt für Landwirtschaft und Forsten bat darum, das geplante Wohngebiet an der Siedlungsstraße nicht näher als 25 Meter an den Waldrand heran zu rücken. Auch seitens des Bayerischen Bauernverbands wird den Planern empfohlen, die Ausgleichsflächen möglichst im oder nah am Planungsgebiet auszuweisen um zu vermeiden, dass gute landwirtschaftliche Nutzböden als Ausgleichsflächen herangezogen werden. Außerdem sind von den zukünftigen Anwohner Emissionen aus geordneter Landwirtschaft hinzunehmen. Die Autobahndirektion Südbayern weist mit Blick auf das an der Greifenberger Straße vorgesehene Wohngebiet auf den 40-Meter-Streifen entlang der Autobahn hin. Hier besteht bis auf wenige Ausnahmen Bauverbot. Das Landesamt für Archäologische Denkmalspflege erinnert daran, dass sich die Planungsgebiete im Bereich des Altortes sowie nördlich eines Bodendenkmales befinden. Zur Kenntnis genommen wurde auch ein Hinweis des Landesfischereiverbandes. Demnach soll der ausgebaute Teil der Windach, die das geplante Wohngebiet ebenso tangiert wird das neue Gewerbegebiet, in den ausgebauten Abschnitten zur Beschattung des Gewässers im Uferbereich mit dicht gestaffelten Solitärbäumen bepflanzt werden. Übernommen wird die Anregung der unteren Immissionsschutzbehörde des Landratsamtes Landsberg auch den westlichen Bereich des Planungs- gebietes entlang der Greifenberger Straße als Dorfgebiet auszuweisen, da Geruchsbelästigungen durch den benachbarten landwirtschaftlichen Betrieb nicht auszuschließen sind. Die Regierung von Oberbayern fordert eine Abstimmung der Planung mit der Unteren Naturschutzbehörde. Um das angrenzende FFH-Gebiet Windach, die lokale Moränenlandschaft und das Landschaftsschutzgebiet Ammersee-West gebührend zu schützen, soll sich die bauliche Infrastruktur nach den Belangen des Naturschutzes und der Landschaftspflege ausgerichtet werden. Und das staatliche Bauamt weist darauf hin, das eine Erschließung des Gewerbegebiets nur über die Kaagangerstraße erfolgen darf. Eine Erschließung über den südlichen Weg zur Staatsstraße 2070 ist auszuschließen. Das Wasserwirtschaftsamt empfiehlt als Hochwasserschutz für das Baugebiet an der Siedlungsstraße ein Hochwasserschutzkonzept für den Längenmoosgraben zu erstellen und die Leistungsfähigkeit der Regenwasserkanäle zu überprüfen. Nach Abwägung aller Bedenken und Anregungen stimmte der Gemeinderat der Planung, die nun nochmals öffentlich ausgelegt wird, einstimmig zu.

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