Stimmungsvolle Altstadt

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Zumindest im Vorderanger vor dem „Café Villa Rosa“ wurde man dem Motto der Einkaufsnacht treu: „Musik in allen Gassen“, hier mit der „12th Street Jazz Connection“.

Landsberg – Zuerst gab es noch die bangen Fragen: Hält das Wetter? Nehmen die Kunden das Angebot an? Am Ende waren die Teilnehmer der langen Einkaufsnacht in Landsberg (Motto: „Musik in allen Gassen“) zufrieden. Zwischen 18.30 und 20 sowie dann wieder ab 21 Uhr füllte sich die Innenstadt zusehends.

Noch bei Tageslicht hatten kleine wie große Besucher ihren Spaß mit dem Zauberer am Hauptplatz und den Sambatrommlern im Vorderanger, in der Fußgängerzone sorgte eine Jazzband für die passende Untermalung des stilvollen Empfangs der dortigen Bank. Mit Einbruch der Dunkelheit kamen mehr Musikgruppen dazu, die während des Abends immer wieder ihren Platz wechselten und so für ein stimmungsvolles Bild in der Stadt sorgten.

Die Besucher, von denen viele aus dem schwäbischen Raum nach Landsberg gekommen waren, zeigten sich größtenteils angetan, teils bildeten sich vor den Eisdielen sogar lange Schlangen. Als es empfindlich kühl wurde, verlagerte sich ein Teil des Zuspruchs in die gastronomischen Betriebe, von denen scheinbar nicht alle mit dem Ansturm gerechnet hatten.

Unter den Einzelhändlern zeigten sich nach einem ersten Überblick diejenigen zufrieden, die über die besten Lauflagen verfügen – und die Gewerbetreibenden, die Sonderaktionen an Ständen vor ihren Geschäften anboten, wie etwa einige Schokoladenläden und Parfümerien. Lange Gesichter machten die Besucher dagegen in mehreren Straßen der Altstadt: Im Hinteranger nahm kein Geschäft an der Aktion teil, auch in der Alten Bergstraße war der Zuspruch gering. 

In Vorderanger und Schulgasse war die Resonanz der Einzelhändler sehr unterschiedlich, renommierte Fachgeschäfte ließen ihre Türen teilweise geschlossen. Zurückhaltend zeigten sich auch die Optik- und Juwelierläden in der Altstadt. Ein Drogeriemarkt entschloss sich wiederum, um 21 Uhr den Arbeitstag zu beenden.

Im Vorfeld hatten irreführende Angaben über eine Teilnahmegebühr für Verunsiche­rung gesorgt. Das Ordnungsamt stellte dann zwar klar, dass jeder Einzelhändler öffnen dürfe und niemand gezwungen werden könne, diesen Obulus zu entrichten. Diese Information erreichte aber offensichtlich nicht alle Firmen.

Christoph Kruse

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