Lange Kunstnacht

Landsberg dreht am europäischen Rad

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In einer wunderbaren Langen Kunstnacht: Landsberg drehte am europäischen Rad.
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In einer wunderbaren Langen Kunstnacht: Landsberg drehte am europäischen Rad.

Landsberg – Grüßt auf dem Hauptplatz die „Bunte Welt“, ist im Rathausinnenhof die „Erde aus den Fugen“. Und auch „Europa“ scheint nicht mehr rundzulaufen. Oskar Imhofs Skulpturen stehen in der 19. Langen Kunstnacht im Altstadtzentrum: eine Erdkugel, die nicht ganz Kugel ist und ein europäisches Rad, dessen Hälften schiefliegen.

Das viele ‚Rund‘ stimmte die sehr zahlreichen Besucher der lauen Herbstnacht auf das diesjährige Motto ein: „weltbe­wusst“. Weshalb auch eine zweite Erde von Jodeln begleitet durch die Stadt rollte. Aber auch Stadtführungen mit und ohne Musik sowie Ausstellungen im Neuen Stadtmuseum und in der Säulenhalle ergänzten das Rahmenprogramm der Kunstnacht. Und nicht zu vergessen: die Stelzer, die in langen Schritten durch die Altstadt staksten.

Sind Imhofs Skulpturen aus Holz und Stahl, haben sich Doro Heckelsmüller und Schüler des IKG für ihre Erdkugel – das Projekt nennt sich „den Stein ins Rollen bringen“ – das Material der Stunde ausgewählt: Plastik. Damit aber der Pessimismus nicht ganz siegte, stieg letztendlich aus der Müllwelt wieder die intakte Erde in Form eines Ballons auf. Eine andere Welt, nämlich die des Theaters, zeigte das Projekt Randerscheinungen am Marienbrunnen: Ausschnitte aus ihrem Stück „Zitronen sind süße Früchte“, das sie ab kommenden Sonntag im Stadttheater spielen. Und zusätzlich zu ihren Rundgängen durch die Stadt zeigten die jungen Stelzer ihr „Wanderer: Heute hier, morgen dort“ auf dem Hauptplatz – das Stück, das bereits zur Feier des 25-Jährigen Ende Juni auf dem Hauptplatz zu sehen war.

Fehlende Nachtkultur

Neben dem Rahmenprogramm boten gut 60 Orte innen und außen Aktionen, Ausstellungen, Konzerte oder sonstiges. Bei Rebelz Sounds wurde das Schau- auch zum Hörfenster: in dem diverse DJs gut ausgeleuchtet auflegten. Innen beschäftigten sich die Fotografien von Philipp Altheimer mit einem Dauerthema Landsbergs: der Nachtkultur. Auch mit der fehlenden. Im Pfarrhof konnten Kunstsüchtige selbst tätig werden und sich am Linoldruck versuchen. Und die Porträtistin Katharina Rücker-Weininger stellte sich für Kunst-Diskussionen in der Art Gallery zur Verfügung.

Wer „schon immer mal etwas loswerden wollte, hatte dazu im Restaurant „Im Turm“ im Bayertor beste Chancen. Als bayerische „Speakers Corner“ riefen die beiden Wirte ihre Gäste auf, den „Gedanken freien Lauf zu lassen“. Weltbewusst. Direkt. Mit und ohne Musik. Ein großartiges Angebot, das die sonst recht ausstellungslastige Kunstnacht auflockerte – und von den Besuchern mit viel Humor und mehr oder weniger Können wahrgenommen wurde.

Susanne Greiner

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