13. Lange Kunstnacht

Zwischen Baustelle und Krimis

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Bei der Langen Kunstnacht begeisterten die Stelzer in der Dämmerung auf dem Hauptplatz.

Landsberg – Es scheint ein Naturgesetz: es ist Lange Kunstnacht in Landsberg und es regnet. Bis auf wenige Ausnahmen gehört das nasse Wetter schon dazu. Dementsprechend ausgerüstet waren die zahlreichen Besucher, die in der Stadt das abwechslungsreiche Angebot dieses Jahres genießen konnten.

Drei Höhepunkte fanden allerdings bereits vor dem offiziellen Startschuss zur Langen Kunstnacht statt: zum Einen die Eröffnung der KunstBauStelle am Hauptplatz. Bereits seit einiger Zeit steht eine der aus Bauzäunen errichteten Ausstell-ungsinseln am Hauptplatz und lädt ein, durch viele kleine Gucklöcher zu schauen und die großformatigen Bilder im Inneren zu entdecken. Nun sind alle vier aufgestellt, die Themen des Projektes, an dem sich 15 Jugendliche unter der Leitung Wolfgang Hauks beteiligt hatten, sind „Türen und Räume“, „Uhren und Zeit“ und „Neuere Geschichte“. 

Spannend ging es ab 18 Uhr in der VHS weiter: hier wurden die Sieger des Krimiwettbewerbs gekürt und die daraus entstandene Anthologie „Die Spur führt an den Lech“ vorgestellt. Von insgesamt 51 eingesandten Geschichten aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz fanden 15 den Weg ins Buch. Wichtigstes Kriterium für die Jury war neben der schriftstellerischen Qualität die zentrale Rolle eines historischen Landsberger Gebäudes. Und so wird in der Stadtpfarrkirche, am Jungfernsprung und am Lech gemordet, was das Zeug hält. Die besten Noten vergab die Jury an die Krimis von Hansjörg Kiening und Bernhard Brosch.

Fast zeitgleich wurde im Neuen Stadtmuseum die Ausstellung „KUNSThochDREI“ mit Werken der Malerinnen Gerti Wimmer, Gabriele Lockstedt und Jusha Mueller eröffnet. Aber auch das „reguläre“ Kunstnachtprogramm konnte sich in diesem Jahr sehen und hören lassen. Die Capella Landspergiana verzauberte mit ihren Klängen, die Stelzer wandelten durch die Gassen, in denen hellerleuchtete Geschäfte mit Kunstausstellungen lockten. 

Im historischen Rathaus gab es Kunst in allen Winkeln, neben der Egon-Stöckle-Ausstellung im Foyer konnte man in der Tourist-Info Skulpturen aus Holz und Stein bewundern oder im Trauungszimmer den Märchenerzählerinnen lauschen, bevor man sich im Kellergewölbe mit dem Regionalverband Bildender Künstler der Erotik widmete. 

Bunte, freche Malerei bei „Josefa“, irische Musik beim Kunsthaus Grimme, Pianomusik und Gemälde in der Baustelle der VR-Bank, die Abgründe Poe’scher Phantasie mit Klanghilde und Rezitante bei Buch Hansa und und und. Die 13. Kunstnacht: nass, bunt und lebendig.

Patricia Eckstein

13. Lange Kunstnacht

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