Neuer LAG-Manager

Für nachhaltige Entwicklungen am See

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Die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums um den Ammersee soll mit dem neuen LAG-Manager Detlef Däke maßgeblich vorangetrieben werden.

Ammersee – Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Ammersee für das Förderprogramm „Leader“ zur nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raums hat einen neuen Manager: Detlef Däke (58) aus Utting bekam in einem europaweiten Auswahlverfahren den Zuschlag. Der Vertrag wurde am Donnerstag vom LAG-Vorsitzenden und Pähler Bürgermeister Werner Grünbauer unterzeichnet.

„Wir freuen uns, mit Detlef Däke einen Managementexperten als LAG-Manager gewon-nen zu haben, der in jahrelan- gem, ehrenamtlichem Engagement sein Können bewiesen, Knowhow weiterentwickelt, Erfahrungen gesammelt und vielfältige, vertrauensvolle Bezie- hungen in der Region aufgebaut hat“, erklärte Grünbauer. „Däke ist in der Region genauso zu Hause wie in dem Thema; er ist bestens mit der Lokalen Entwicklungsstrategie vertraut, gut vernetzt und hat in den vergangenen Jahren ehrenamtlich die Entwicklung der LAG Ammersee maßgeblich vorangetrieben“ Mit dem hauptamtlichen LAG-Manager wolle man die Arbeit mit hoher Professionalität zügig aufnehmen.

Detlef Däke ist seit 2007 als Organisationsentwickler für Unternehmen, Verwaltungen und Non-Profit-Organisationen bei Veränderungs- und Entwicklungsprozessen tätig. Er verfügt über langjährige Berufserfahrungen: 20 Jahre im IT-Umfeld als Programmierer, Einführungsberater und Projektmanager, zehn Jahre Management- erfahrung bei der HypoVereinsbank, acht Jahre als freiberuflicher Organisationsentwickler mit Beratungsaufträgen aus Wirtschafts- und Non-Profit-Organisationen.

Däke wirkt in der LAG Ammersee seit ihren Anfängen mit. Er war Gründungs- und ehrenamtliches Vorstandsmitglied von 2006 bis 2014. Im August vergangenen Jahres legte er sein Vorstandsmandat nieder; er war im Auftrag des LAG Ammersee e.V. mit der Erstellung einer neuen Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) bis 2020 beauftragt worden. Die LES war schließlich Voraussetzung für die Aufnahme der Ammersee-Region in eine zweite LEADER-Förderperiode. Däke verweist zudem auf 20 Jahre ehrenamtliches Engagement in der Kommunal- und Landespolitik.

Handlungsfähigkeit 

Däke sieht in den komplexen Handlungsfeldern der lokalen Entwicklungsstrategie wie auch in der besonderen Struktur der „Leader“-Region Ammersee, die sich wie keine andere Förderregion über vier Landkreise erstreckt, sehr spezielle Herausforderungen für das LAG-Management. Angesichts der Komplexität und den in der Konzeptphase herausgearbeiteten Verbesserungspotenzialen will Däke im LAG-Management verschiedene Kompetenzen in einem Team bündeln: zu Beginn der Förderperiode mit anderthalb Personalstellen und danach dauerhaft mit eineinviertel Stellen.

Dem LAG-Manager Detlev Däke – verantwortlich für Gesamtsteuerung, Beteiligungskonzepte und Projektentwicklung – stehen Hans-Peter Sander, PR-Berater aus Dießen, und Projektentwickler Peter Nonnenmühlen (Adcon Consulting GmbH) aus Eching zur Seite. Als dringlichste Aufgabe will Däke kurzfristig die Handlungsfähigkeit des LAG-Managements herstellen und die Bürgerbeteiligung wiederbeleben. „Während der LES-Erstel-lung im letzten Herbst war es gelungen, eine deutliche Wahrnehmung der LAG Ammersee zu erreichen und viele Bürger der Region zur Beteiligung in Workshops oder für den Dialog auf der Internetplattform zu mobilisieren. Im anschließenden Genehmigungsprozess bis zur Beauftragung des neuen LAG-Managers wurden die Bürger in Sachen ,Leader‘ nicht mehr für eine aktive Teilnahme eingebunden.“

Für die nun anstehende Startphase kündigt Däke mehrgleisige Aktivitäten seines Teams in den Bereich Management-Organisation, Öffentlichkeitsarbeit und Projektentwicklung an. Ab 15. September wird er in der neuen Geschäftsstelle der LAG im „Ammersee Denkerhaus“, dem „Leader“-geförderten Coworking Space in der Sonnenstraße in Dießen, regelmäßig erreichbar sein.

Roadshow und mehr

„Das deutliche Bekenntnis der Bürgermeister und der Gemeinderäte in der Region zu „Leader“ ist ein enormer Vertrauensvorschuss“, meint Däke, „dem wir mit Taten und Erfolgen gerecht werden müssen.“ Zur Re-Mobilisierung und Aktivierung der Bürgerschaft plant er in enger Abstimmung mit den Rathauschefs in allen beteiligten Gemeinden eine Roadshow, bei der die LAG Ammersee, ihre Ziele und das „Leader“-Programm vorgestellt und ein individueller lokaler Bezug hergestellt wird. Um möglichst viele Interessierte für eine Mitarbeit in der LAG Ammersee zu gewinnen, will Däke unterschiedliche Dialogformate anbieten. Neben der noch im Herbst beginnenden Roadshow plant er regionsweite Bürgerworkshops zu LAG-relevanten Themen sowie die umgehende Reaktivierung der im Herbst 2014 so erfolgreich gestarteten Dialog-Website www.mein-ammersee-2020.de.

„Potenzielle Projektträger wurden nach der LES-Erstellung lange Zeit von einem Interim-Manager in der LAG Ammersee provisorisch betreut. Die im LES beschriebenen Startprojekte und -initiativen müssen nun zielstrebig weiterentwickelt und manche noch angeschoben werden“, fordert Däke. Die zügige Bearbeitung vorliegender Projektanträge und -ideen sowie die Entwicklung der im LES genannten Startprojekte sollen unverzüglich beginnen.

Zwei Startprojekte

Zum Start der neuen Förderperiode sind derzeit zwei vom Steuerkreis, einem LAG-Entscheidungsgremium, bereits genehmigte Projekte in Arbeit: „Heimat erkennen – Identität wahren“, bei dem durch Erfassung und Kartierung von „Kulturlandschaftselementen“ zum Erhalt der historischen Kulturlandschaft beigetragen werden soll, und das Kooperationsprojekt „Professionalisierung und Weiterentwicklung von Urlaub auf dem Bauernhof“. Weitere Projektansätze liegen vor und werden vom LAG-Manager gemeinsam mit den Projektträgern zur Vorlage im Steuerkreis vorbereitet.

Nach der Startphase, in der das LAG-Management seine volle Handlungsfähigkeit er-reicht hat, will LAG-Manager Däke schließlich ab Januar 2016 Regelprozesse in Gang gesetzt haben, die allen Beteiligten Transparenz und Planbarkeit bieten.

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