Ein Leben voller (Akkordeon)Musik

Im August feierte Heinz Jürgens seinen 80. Geburtstag. 70 Jahre hat er mit Musik verbracht, allein 26 davon widmete er dem Akkordeonorchester der VHS Kaufering, das seit sechs Jahren seinen Namen trägt. Anlässlich des großen Konzerts am kommenden Samstag übergibt Jürgens den Dirigentenstab an seinen Nachfolger Wolfgang Turba.

„Die Musik hat mich immer begleitet“, erzählt Heinz Jürgens. Mit zehn Jahren bekam er sein erstes Akkordeon, später lernte er noch Tuba, Lyra und Klavier. Bereits 1949 spielte er im Akkordeonorchester Oldenburg als Solist, nebenbei arrangierte er Orchesterwerke für Akkordeon. Sein erstes Arrange­- ment war der Kaiserwalzer von Johann Strauß, dessen mittlerweile vergilbte und natürlich handschriftliche Notenblätter er in Ehren hält. 1972 zog es den gebürtigen Delmenhorster mit seiner Familie nach Kaufering, wo er bei der im Aufbau befindlichen Firma Hilti für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit zuständig war. Getreu den Maximen des damaligen Geschäftsführers O.T. Mattes engagierte sich Jürgens in der Gemeinde und knüpfte unter anderem Kontakt zur Volkshochschule, wo er zunächst einen sogenannten „Arbeitskreis Hausmusik“ leitete. Daraus wurde schließlich 1983 das Akkordeonorchester, das er seitdem leitete und kontinuierlich ausbaute. Mittlerweile verfügen die 20 Mitspieler über ein Repertoire von genau 183 Stücken „von Schlager bis Kirchenmusik“ – die meisten arrangiert von Jürgens. Neben mehreren Aus­zeich­nungen wurde dem rührigen „Chef“ eine ganz beson­- dere Ehre zuteil: anlässlich des Konzertes zum 20. Orchester­ge­burtstag beschloss das Ensemble, sich nach ihrem Gründer zu nennen. Ein Autodidakt Mit Wolfgang Turba hat Jürgens nun einen Nachfolger gefunden, dem er „sein“ Orchester gerne anvertraut. Turba, seit sieben Jahren Mitglied des Kauferinger Ensembles, lernte ebenfalls schon als Kind Akkordeon und Klavier. Der Autodidakt spielte schon früh in Bands und Orchestern „sogar in einer Rockband à la Pink Floyd“, erzählt er. Zudem ist er Pianist in einer Schwabmünchener Big Band. Seine Leitungsqualität zeigte sich beim Jubiläumskonzert im letzten Jahr, als er mit dem Orchester „heimlich“ einige Stücke als Überraschung für den Dirigenten einstudierte; „das hat ganz gut geklappt. Ich bin sehr glücklich und stolz, diese wunderbare Orchester übernehmen zu dürfen“. Jahreskonzert Von der Harmonie zwischen dem „alten“ und „neuen“ Dirigenten kann man sich am Samstag überzeugen, wenn das Orchester zum Jahreskonzert in die Kauferinger Hauptschule lädt. Auf dem Programm stehen Stücke wie die Nussknackersuite von Peter Tschaikowsky oder der Walzer „Sphärenkänge“ von Josef Strauß, aber auch modernere Stück wie „Music“ von John Miles oder die Titelmelodie aus „Die Sendung mit der Maus“. Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

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