Lech beschäftigt Stadtverwaltung

Zumindest einmal nachdenken

+
Nach dem Hangrutsch ist vom Fußweg entlang des Lechs nicht mehr viel übrig – Oberbürgermeister Mathias Neuner zieht sogar eine Aufgabe aus Kostengründen in Betracht. Die Bürger scheint das weniger zu interessieren – sie benutzen dort Trampelpfade.

Landsberg – An beiden Lechufern tut sich etwas: Zum einen möchte Oberbürgermeister Mathias Neuner einen weiteren Zugang zum Lechstrand schaffen. Auf Nachfrage stellt er klar, dass nach dem Hangrutsch eine komplette Aufgabe des Fußweges auf der anderen Seite kein Tabu mehr ist.

Dass die Stadt im Moment kaum Mittel zur Verfügung hat, ließ sich auch an der (nicht vorhandenen) Gutachtertätigkeit am rutschenden Lechhang ablesen. Dass dort seit der Sperrung und dem Treppenrückbau nicht mehr viel geschehen ist, wie mehrere Bürger monierten, bestätigt Andreas Létang von der Pressestelle der Stadt: „Auf Grund der Haushaltslage wurde das Büro jetzt erst beauftragt.“

Auch, was Mathias Neuner zum Weg sagt, dürfte dessen Nutzern nicht wirklich schmecken – ein klares Bekenntnis zur Sanierung spricht er auf Nachfrage nämlich bewusst nicht aus. Der Oberbürgermeister betont, dass es „keine Denkverbote“ zu diesem Thema gebe, über eine Aufgabe des Weges müsse man „zumindest einmal nachdenken“. Wichtig sei, „eine wirtschaftliche Lösung zu finden“.

Dass eine Sanierung über eine Million Euro kosten würde, wie er im Rahmen einer Diskussionsrunde in den Raum gestellt hatte, will Neuner nicht bestätigen. Man müsse zunächst Gutachten und Lösungsvorschläge abwarten, klar sei aber, dass das Projekt „sehr viel Geld kosten“ würde.

Weiter ist der Verwaltungschef schon mit den Ideen für die andere Lechseite. Dort soll der Lechstrand öffentlich zugänglich gemacht werden, möglicherweise über eine kleine Holzbrücke vom Flößerplatz aus – „über diese Option wird nachgedacht“, erklärt Neuner und bestätigt auch, dass er die Idee seines Vorgängers wieder aufgenommen hat, einen Uferweg am Inselbad entlang zu bauen. Dies könnte auch unabhängig vom (lediglich aufgeschobenen) Bau eines neuen Lechstegs geschehen.

In diesem Fall würde er sich aber wohl dafür stark machen, dass auch die Inselbad-Besucher den Strand weiter benützen können, hier könnte eine Zugangskontrolle über ein Drehkreuz eine Lösung bieten. Hinter dem Vorhaben stünden bisher aber noch erhebliche Fragezeichen, „um diese Ideen umzusetzen, ist noch einiges an Vorarbeit zu leisten“.

Die Regierung als Eigentümer, das Wasserwirtschaftsamt und die Fischer müssten zur Eröffnung und Erschließung des Lechstrandes noch befragt werden. Solange mit den entsprechenden Stellen nicht gesprochen wurde, gibt es auch daher auch noch keine konkrete Planung.

Christoph Kruse

Meistgelesen

Landrat klärt Mordfall
Landrat klärt Mordfall
Eine Leiche muss her!
Eine Leiche muss her!
80 Schafe verenden bei Stallbrand
80 Schafe verenden bei Stallbrand
Humpelstilzchen klaut Rotcapis Koffer
Humpelstilzchen klaut Rotcapis Koffer

Kommentare