Arbeit für die Spundwand-Ramme

Lechmauersanierung Landsberg läuft!

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Der Hochwasserschutz auf beiden Seiten des Lechs macht gute Fortschritte.
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Der erste Besucher am neuen Lechstrand? Nein, nur eine Zigarettenpause an der Baustelleam Klösterl. Dort schreiten die Arbeiten zur Sanierung der Lechmauer gut voran.
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Auch tierische Beobachter schauen nach dem Stand der Dinge beim Baustelleneingang am Klösterl.
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Johannes Haas vom Weilheimer Wasserwirtschaftsamt ist mit dem Fortschreiten der Baustelle zufrieden.
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Einiges an Kies wird beim Aufschütten abgeschwemmt. Aber dennoch wird die Fahrspur parallel zur Lechmauer Ende der Woche bei der Karolinenbrücke ankommen. Im Hintergrund die Spundwandramme, die die Absicherungen in den Lech rammt.
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Einiges an Kies wird beim Aufschütten abgeschwemmt. Aber dennoch wird die Fahrspur parallel zur Lechmauer Ende der Woche bei der Karolinenbrücke ankommen.
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Der neue Lechstrand...
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Am Westufer wird in den kommenden Wochen der Deich aufgeschüttet.

Landsberg – Die Lechmauersanierung läuft. Entlang des Englischen Gartens ist die neue Mauer teilweise schon fertig. Und die Baustraße entlang der Klösterlmauer schiebt sich unweigerlich in den Fluss. „Ende der Woche werden wir wohl bei der Brücke angekommen sein“, schätzt Johannes Haas vom Wasserwirtschaftsamt Weilheim. Das einzige Problem seien immer noch die Beschädigungen an den Absperrungen. „Aber zum Glück war das Wetter letztes Wochenende schlechter“, schmunzelt Haas. Weshalb es weitaus weniger ‚Einbrecher‘ gab.

Dennoch habe die Baufirma Kosten zur Instandsetzung im vierstelligen Bereich. Zu den Schäden an den Zäunen komme noch die Arbeitszeit dazu: „Da müssen am Montagmorgen zwei, drei Arbeiter die Gitter erst suchen und dann ausbessern. Manchmal ist das auch unter der Woche notwendig.“ Die Baustellen seien nach wie vor „sehr gefährlich“, warnt Haas. Ob allerdings die Baufirma Kameras aufgestellt habe, wie ein Schild am Bauzaun beim Klösterl kundtut, wisse er nicht. Natürlich müsse überall der Datenschutz eingehalten werden. Weshalb die Kamera, die die Baustelle auf der Westseite überwacht, nur grobkörnig filme, sodass niemand zu erkennen sei.

Der Parkplatz am Klösterl dient als Baustellenlager. Und auch ein Boot ist zu sehen. Das benötige man zur Kontrolle, so Haas. Aber eben auch zur Rettung, sollte jemand aus dem Lech gefischt werden müssen.

In den Fluss habe man auf der Ostseite bereits ordentlich Material geschüttet. Um das Abschwemmen des Kieses zu verringern, verwende man statt Wasserbausteinen die jetzigen Spundwände, die teilweise bis zu zwölf Metern lang sind und mit einer Spundwandramme eingesetzt werden müssen. Das sei auch bei Hochwasser sicherer. Für die Spundwand, die jetzt noch bis zur Brücke eingesetzt wird, werde allerdings eine größere Ramme nötig sein. Von der Lechmauer werde man rund 80 Zentimeter von oben abtragen. „Aber die neue Mauer wird nur ein paar Zentimeter breiter sein“, verspricht Haas. Doppelte Breite habe sie nur im unteren Bereich.

Auch auf der Westseite wird die Mauer abgetragen, 50 Zentimeter von oben, seitlich 30 Zentimeter. Der Rest aus Stampfbeton bleibt stehen und wird mit der neuen Mauer aus Stahlbeton wieder auf die ursprünglichen Maße aufgestockt. Wobei einige der Mauerteile belastet gewesen seien, informiert der Wasserwirtschaftsamt-Mitarbeiter: mit einem teerhaltigen Anstrich.

Für den Deich seien alle Bäume gefällt: „In den nächsten Wochen werden noch die Wurzelstöcke ausgegraben, der Boden abgetragen und dann der Deich aufgeschüttet“, sagt Haas. er schätze die notwendige Kiesmenge auf rund 800 bis 1.000 Kubikmeter.

Mit den Anliegern am Englischen Garten gebe es bisher kein Problem, sagt Haas. Ein technisches Problem habe eine Wasserleitung nahe an der Mauer verursacht, die man erst absichern musste. Schwierig seien auch die Bäume direkt an der Mauer. Geschützt werden sie mit Holzverschalungen, die Wurzeln mit einer Kokosmatte. „Hätten wir die Mauer komplett abgebrochen, hätte man alle fällen müssen“, gibt Haas zu bedenken. Die jetzige Vorgehensweise sei da weitaus umweltschonender.

Was ein vorbeigehender Passant beim Ortstermin mit Haas offenbar anders sieht. Sein zynischer Kommentar: „Einfach alles zubetonieren.“
Susanne Greiner

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