Sauna soll Mitte Februar eröffnen

Im Lechtalbad Kaufering geht‘s bald heiß her

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Der Kreisausschuss informierte sich über die Erweitungsarbeiten im Lechtalbad und ließ sich von Bäderleiter Thomas Zeck (rechts vorne) durch die Erlebnissauna führen.

Kaufering – Die Sauna-Freunde müssen sich noch etwas gedulden. Eigentlich sollten die Bauarbeiten zur Erweiterung der Sauna im Lechtalbad schon im letzten Jahr fertig sein. Technische Änderungen verzögerten jedoch die Wiedereröffnung um einige Wochen. Über den Stand der Bauarbeiten informierte sich jüngst der Kreis­aus­schuss und zeigte sich von dem Projekt sehr angetan.

Noch gehört die Sauna, die wie das Schwimmbad selbst vom Landkreis betrieben wird, den Handwerkern. Landrat Thomas Eichinger ist sich jedoch sicher, dass am 15. Februar die Pforten geöffnet werden.

Die Sauna im Lechtalbad ist eine Erfolgsgeschichte, die sich auch finanziell für den Landkreis lohnt. Sie wirft Gewinn ab. 2016 waren es über 400.000 Euro Überschuss. 2017 besuchten mehr als 60.000 Menschen die Sauna – Tendenz steigend. Kein Wunder also, dass es seit der letzten Sanierung im Jahr 2010 zunehmend enger in den Saunen selbst und auch in den Umkleide- und Sanitäranlagen wurde, Abteilungsleiter Johann Bernauer berichtet. Es sei sogar vorgekommen, dass die Sauna wegen Überfüllung geschlossen werden musste. Der Unmut unter den Besuchern wuchs. Das war schließlich auch der Grund für den Landkreis, die Erweiterung in Angriff zu nehmen.

Dabei sei es den Verantwortliche auf die Sicherung eines „attraktiven und zeitgemäßen Sauna-Angebotes auch unter gesundheitlichen Aspekten“ angekommen. „Wellness vor Ort – auch für den Normalbürger“ lautete die Devise. Mit der Erweiterung der Sauna steige die Attraktivität der gesamten Badeanlage. Man erwarte so eine Generierung neuer Gästegruppen für das gesamte Lechtalbad. Die Gründe für die Beliebtheit lägen nicht zuletzt an einer guten Verkehrs­anbindung und an den steigenden Einwohnerzahlen im gesamten Landkreis. Die Kombination von Sauna und Lechtalbad sei ideal.

Dass es bei dem Vorhaben zu Verzögerungen kam, lag an „technisch sinnvollen Verbesserungen“. So wurde entgegen der ursprünglichen Planung die Heizungsart der Sauna von Strom auf das wirtschaftlichere Gas umgestellt. Außerdem wurde eine Wärmerückgewinnung aus der Abluft der Sauna und ein zusätzliches Lüftungsgerät installiert. Für die zuständige Projektleiterin im Landratsamt, Anja Trommer, war klar, dass man die nachträglichen Verbesserungen im Rahmen der Erweiterungsarbeiten mitmacht. „Wenn wir schon dabei sind, richten wir das auch mit her.“ Mit der Planung und Bauleitung hatte das Landratsamt das Architekturbüro Pilz aus Issing beauftragt, die Bauleitung vor Ort hat Katarina Obert.

Die nachträglich eingeplanten Verbesserungen brachten natürlich auch den Kostenrahmen ins Wanken. Im Projektbeschluss vom Juli 2017 waren 2,351 Millionen Euro freigegeben. Mitte vergangenen Jahres stockte der Kreisausschuss das Baubudget auf 2,538 Millionen Euro auf. Landrat Eichinger geht davon aus, dass sowohl Termin- und auch der Kostenrahmen eingehalten werden.

Bäderleiter Thomas Zeck führte die Mitglieder des Kreisausschusses durch die Baustelle. Fast fertig ist die neue Erlebnissauna. Ab Mitte Februar können dort die Besucher bei 90 Grad Celsius schwitzen. Der Aufgussofen ist bereits mit Lavagestein gefüllt. Spezielle Lichteffekte sollen den Besuchern ein besonderes Wohlfühlgefühl vermitteln, erläuterte Zeck. Und wer es weniger heiß mag, ist in der Biosauna bei 60 Grad besser aufgehoben. Die gab es allerdings schon vorher, ebenso wie zwei weitere Saunabereiche, ein Dampfbad sowie Infrarotkabinen. Zur Abkühlung stehen der Außenbereich sowie ein Tauchbecken und die Saunaduschen zur Verfügung.

Siegfried Spörer

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