Leichtfertig Punkte verschenkt

Und wieder nichts Zählbares für den TSV Landsberg: Moriz Salemovic (10) scheitert in dieser Szene an Eichstätts Keeper Fabian Diez. Foto: Krivec

Die knapp 100 zahlenden Zuschauer haben am Samstagnachmittag miterleben dürfen, wie eine fußballerische Binsenweisheit einmal mehr wahr wurde: In der 72. Minute musste Eichstätts Witasek nach einer Tätlichkeit vom Platz, doch gegen zehn Gäste tat sich der TSV Landsberg schwerer als gegen elf und verlor die Landesligapartie mit 1:2 (0:1).

„Da hatten wir nicht das Konzept, die Bewegung und die Passgenauigkeit“, weiß Trainer Sven Kresin. Der ärgerte sich zwar, „dass wir wieder so leichtfertig die Zähler verschenkt haben“, stellte seiner Mannschaft aber ein Zeugnis aus, in dem sich durchaus auch gute Noten wiederfinden. „Läuferisch und kämpferisch war das eine gute Leistung, mit der muss ich zufrieden sein“, so der 34-Jährige. Dass es wieder einmal nicht zu einem Erfolgserlebnis vor heimischem Publikum reichte, lag natürlich auch am Gegner. „Wie viele, die nach Landsberg kommen, haben sich die hinten reingestellt und vor allem mit langen Bällen und mit Zwei­- kämpfen operiert.“ Das brachte den TSV immer wieder in Schwierigkeiten, vor allem, da gegen Eichstätt die Genauigkeit und die Präsenz um den und im gegnerischen Strafraum fehlten, die noch maßgeblich zum klaren 3:0-Sieg gegen Gundelfingen eine Woche zuvor beigetragen hatten. „Im Sechzehner wurden unsere Bälle zu leicht und locker geklärt; da muss ich heißer sein, zu verwandeln“, sagt der Coach. „Das ist uns nur einmal beim Tor gelungen, das ist zu wenig für 90 Minuten.“ Dafür war der Treffer in der 70. Minute aber umso sehenswerter: Salemovic schickte Bonfert schön in die Nahtstelle der Abwehr, der bediente nicht minder mustergültig per Querpass Rakaric, der routiniert abschloss. Genau in dieser Routine lag aber ansonsten der Vorteil der Gäste. Kresin: „Ich hatte gesagt, dass sie gute Leute haben und das hat man dann ja vor allem an Markus Hörmann gesehen, wie der seine beiden Tore gemacht hat.“ Besagter Hörmann brachte Eichstätt nach 14 Minuten mit 1:0 in Führung, als er sich nach einer Flanke in der Mitte gut gegen zwei Verteidiger durchsetzte und nutzte in der 76. Minute einen groben Abstimmungsfehler in der TSV-Hintermannschaft zum Siegtreffer. Torwart Markus Obermayer und Manuel Kirschen­- hofer wurden sich bei einem langen Ball an die Strafraumgrenze über die Zuständigkeit nicht einig, Hörmann hielt den Fuß hinein, perfekt war die erneute Heimniederlage. „Die Spieler wissen, was sie da falsch gemacht haben. Insgesamt geben wir die Punkte zuhause oft zu leicht her“, bedauert der Trainer. „Das sind zwei, drei Fehler, die wir immer wieder machen, das müssen wir endlich ad acta legen. Wer in dieser ausgeglichenen Liga zuhause konstant spielt und punktet, wird oben dabei sein. Ansonsten wird die ganze Saison so eine Berg- und Talfahrt werden, mit zwei guten Spielen und dann wieder so einer Leistung.“ Und die wird in der kommenden Woche nicht reichen, wenn es nach Kottern geht. Der bärenstarke Aufsteiger setzte am Wochenende mit dem 5:2 in Burghausen wieder ein großes Ausrufungszeichen und liegt auf Rang drei der Tabelle. Dass man die Allgäuer schlagen kann, hat Landsberg allerdings mit dem 4:2 im Pokal bewiesen. „Aber dass die Fußball spielen können, wissen wir, das wird kein einfaches Spiel. Das Augenmerk liegt auf deren Achse und den Außenspielern. Wenn wir da punkten wollen, werden wir schon alles abrufen müssen.“ Immerhin: Auswärts tut man sich beim TSV Landsberg im Moment bekanntlich viel leichter.

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