Leipzig entzaubert den HSB

Tollen Basketball haben die Fans der Heimerer Schulen Basket Landsberg am Samstag zu sehen bekommen – jedoch nicht von ihrer Mannschaft, sondern von der gastierenden, dem Tabellendritten der Regionalliga Südost USC Leipzig. Die Sachsen entzauberten die Mannen von Trainer Sascha Kharchenkov regelrecht und gewannen am Ende hoch verdient 66:78. Dabei spiegelt das Ergebnis die Landsberger Chancenlosigkeit nicht wider.

Wie schon bei der Niederlage vergangene Woche in Ansbach erwischten das Team Heimerer Schulen Basket einen katastrophalen Start in das Spiel. Leipzig hingegen überzeugte ab der ersten Minute mit Teamplay und spektakulären Aktionen. Besonders US-Aufbauspieler Pratt Monya blieb den rund 450 Zuschauern im Landsberger Sportzentrum dabei in Erinnerung. Noch nicht integriert Nach einem Abpraller flog er regelrecht über die HSB-Verteidigung hinweg und stopfte den Ball direkt wieder in den Korb. Bei Landsberg hingegen wollte gar nichts funktionieren. Einzelaktionen insbesondere von Jeremiah Lawrence, der auch nach drei Wochen noch nicht in das HSB-Spielsystem integriert zu sein scheint, reihten sich an massenweise Fehlwürfe aus der Distanz. Beim Stand von 4:17 für Leipzig dann die Auszeit von Sascha Kharchenkov. Danach lief es auch prompt besser, wenngleich die Gäste einfach routinierter agierten und so nach zehn Minuten auch deutlich mit 15:26 führten. Und auch nach der Viertelpause spielten in erster Linie die Sachsen, die das Landsberger Publlikum durch tolles Teamplay verzückten. Bei der eigenen Mannschaft fehlte hingegen das Feuer. Einzig Jason Boucher und Michael Teichner kämpften und zeigten Siegeswillen. Teichner musste jedoch schon bald mit seinem dritten Foul vorsorglich auf die Bank und Boucher allein reichte einfach nicht. So punkteten einzig er und Lawrence bei der HSB in der ersten Halbzeit. Letzterer ließ jedoch auch einfachste Chancen aus, wobei er immerhin im Nachfassen (14 Offensivrebounds, 23 insgesamt) immer wieder erfolgreich war. Doch insbesondere die Schützen Fabian Kirchhoff, Ralf Erhart, Florian Pejchar und Lukas Klocker hatten einfach kein Glück im Abschluss. Zusammen trafen sie keinen ihrer 13 Dreierversuche. So überraschte es auch nicht, dass Leipzig zur Halbzeit sogar mit 20 Punkten Vorsprung führten (26:46). Nach dem Seitenwechsel hatte man dann kurzzeitig das Gefühl, Landsberg könne nochmal heran kommen. Denn in der Verteidigung agierte man nun wesentlich aggressiver und auch das Zusammenspiel funktionierte endlich. So kam man zwischenzeitlich auf 14 Punkte heran. Doch dann riss der Faden wieder. Leipzig hatte immer eine passende Antwort parat und traf auch die schwierigen Würfe mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr. Zudem agierten sie in der Verteidigung sehr souverän, in dem sie ständig Druck auf den ballführenden Landsberger Spieler ausübten. Als dann auch der letzte Wille der HSB gebrochen war, schalteten die Gäste einen Gang runter und spielten die restlichen 15 Minuten im Schongang herunter, sodass der Endstand von 66:78 für die HSB noch besser ausschaut, als die Machtverhältnisse im Spiel wirklich waren. Beim Tabellenvorletzten TG Würzburg (Samstag, 20 Uhr) ist für die HSB nun wieder ein Sieg Pflicht, um nicht noch im Mittelmaß zu versinken. Momentan stehen die Landsberger auf Platz 6. Doch die Konkurrenz sitzt ihnen bereits fest im Nacken.

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