Schutzherr des Viehs

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Bunt geschmückte Gespanne zogen am Samstag bei der traditionellen Leonhardifahrt durch Reichling.

Reichling – Ein gutes Dutzend Festwägen, einige Kutschen und rund 80 Rösser zogen am vergangenen Samstag durch die Straßen Reichlings. Begleitet wurde der Zug von der Reichlinger Blasmusik. Anlass dafür war die traditionelle Leonhardifahrt.

Diese findet zu Ehren des heiligen Leonhard, des Schutzheiligen der Pferde, in vielen Orten Altbayerns und Österreichs statt. Der Gedenktag des heiligen Leonhard von Limoges, der im sechsten Jahrhundert lebte, ist eigentlich der sechste November. Einige Tage später feierten die Reichlinger dann den Schutzheiligen mit ihrer Leonhardifahrt.

Die festlich geschmückten Wägen wurden von verschiedenen Reichlinger Vereinen liebevoll und detailliert gestaltet und auch die Pferde waren feierlich geschmückt. Als Schutzpatron der landwirtschaftlichen Tiere, heutzutage vor allem der Pferde, werden zu Leonhardi Wallfahrten mit Tiersegnung unternommen. Motiv für die Segnung der Tiere, insbesondere der Pferde, ist ihre Rolle, die sie als Last- und Arbeitstiere für die ländliche Bevölkerung spielten.

Aber neben den zahlreichen Pferden gab es für die vielen Zuschauer am Sammelplatz in Reichling auch zwei Lamas und einige Rassehunde zu bestaunen. Thematisch war dies natürlich durchaus passend, war St. Leonhard doch ursprünglich auch Schutzherr des gesamten Viehs.

Dominik Oppermann

Schutzpatron der Pferde

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