Über 100 Rösser in Reichling:

Petrus grüßt St. Leonhard

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Prachtvoll herausgeputzt waren Ross und Reiter beim Leonhardiritt.

Reichling – „Was für ein herrlicher Tag!“ Die Reichlinger waren an diesem Samstag mit sich, der Welt und Petrus höchst zufrieden. Pünktlich zum traditionellen Leonhardifest schob er die Wolken beiseite und ließ eine strahlend warme Herbstsonne über das Dorf scheinen.

Zwölf Festwagen, fünf Kutschen und 102 Pferde, dazu noch eine ganze Schar Ponys und sogar ein Esel zogen dieses Jahr durch das Lechraindorf – begleitet von den Musikkapellen aus Reichling und Rott. Jung und Alt, Kinder wie Erwachsene, grüßten fröhlich von ihren prachtvoll geschmückten Rössern herunter. Vor dem Ritt durften die Reichlinger Festgottesdienst mit dem ehemaligen Gemeindepfarrer Matthias Prestele feiern.

Leonhardifest in Reichling

Bei dieser Leonhardifahrt stachen nicht nur die fein herausgeputzten Rösser ins Auge, sondern auch die ideenreich gestalteten Festwagen. Am Bruckberg versammelten sich die Teilnehmer dann zur Segnung von Ross und Reiter durch Pfarrer Michael Vogg, welcher die lange Tradition der Leonhardiverehrung in Reichling als einen „Schatz“ bezeichnete:  „Der Leonhardiritt ist in Reichling schon seit dem Jahr 1435 belegt – das war noch vor der Entdeckung Amerikas“, unterstrich der Pfarrer die Bedeutung, welche das traditionelle Fest hier im Ort hat.

„Tradition und Zukunft verbinden, das versteht unsere Gemeinde hervorragend“, be­- tonte Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler und lobte auch das vorbildliche Zusammenwirken von Alt und Jung, die bei den Reichlinger Leonhardifesten schon über Generationen hinweg so gut funk­- tioniere. „Es ist toll, wie die politischen und die kirchlichen Gemeinden hier im Lechrain zusammen arbeiten“, bemerkte Landrat Walter Eichner, welcher betonte, dass er immer gerne ins landschaftlich schöne Reichling komme. Das Leonhardifest liege ihm besonders am Herzen, schließlich sei sein zweiter Vorname Leonhard.

Und da ja auch Pfarrer Prestele schon zuvor beim Festgottesdienst die schöne Heimat im Lechrain als „Schatz“ betitelt hatte, spannte Eichner zum Stichwort Landschaft gleich mal den Bogen zum Thema Windkraft, das ja alle Lechraingemeinden derzeit bewegt: Zum Erhalt dieser Landschaft sei es wichtig, dass die einzelnen Gemeinden hier gesammelt vorgehen würden.

Als neuer Vorsitzender der Leonhardibruderschaft Reichling bedankte sich Erich Graf bei den Teilnehmern und den vielen Unterstützern sowie bei Vorgängerin Anneliese Stanner. Mit ihr hatte Graf die Vorstandsposten getauscht. Die beiden wollen auch in Zukunft in bewähr- ter Weise zusammenarbeiten, um auch weiterhin so schöne Leonhardifeste wie am vergangenen Samstag auf die Beine zu stellen.   Manuela Schmid

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