Der letzte Kreisbaumeister

Zum Abschied das neue Landkreisbuch und einen guten Roten: Landrat Walter Eichner wünschte dem scheidenden Kreisbaumeister Andreas Magotsch (links) alles Gute für die Zukunft als Freiberufler. Foto: Schwaiger

Den einen hat der Landrat am Dienstag im Kreistag verabschiedet, den anderen wird er erst am 1. September begrüßen dürfen. Bis dahin muss es ohne Kreisbaumeister gehen. Nach zehn Jahren in Diensten des Landkreises zieht es Andreas Magotsch in die Selbständigkeit. Sein Nachfolger ist Christian Kusch aus Peiting.

Der 51-jährige Kusch ist derzeit noch als Leiter der Bauverwaltung beim Markt Peiting tätig. Deshalb kann er seinen Dienst in der Lechstadt erst im Spätsommer antreten. Christian Kusch, Bauingenieur mit Diplom, hat sich gegen 49 Bewerber durchgesetzt und wird in Zukunft das Sachgebiet 14 „Kreiseigener Hochbau, Gebäudemanagement“ leiten. Die Position des Kreisbaumeisters gibt es mit der jetzt wirksam gewordenen neuen Verwaltungsgliederung nicht mehr. Kuschs Sachgebiet gehört ebenso wie der Tiefbau der Abteilung „Zentrale Angelegenheiten“ an, die Kreiskämmerer Jürgen Felbinger leitet. „Bei mir muss sich immer was bewegen“, sagt Andreas Magotsch. Aus diesem Grund zieht er es vor, in Zukunft freiberuflich auch Kommunen beratend zur Seite zu stehen. Das kommunale und politische Geschehen im Landkreis Landsberg habe ihn ge­prägt, so Magotsch, das könne er nun gut verwenden. Dass sich unter Magotsch überaus viel zwischen Lech und Ammersee bewegt hat, skizzierte Landrat Walter Eichner (CSU) auf; Projekte wie etwa der Bau des Ammersee-Gymnasiums in Dießen, der Realschule in Kaufering sowie die Schulerweiterungen und -sanierungen zeugten vom „um­fassenden und vielseitigen Fachwissen“ des Kreisbaumeisters sowie von einem „Höchstmaß an Belastungfähigkeit“. Er, der Landkreis und der Kreistag schätzten die Arbeit des 56-Jährigen sehr, betonte Eichner. Gewiss werde man den Freiberufler Magotsch bei dem einen oder anderen Auftrag wieder treffen – wie damals beim Umbau des Klinikums, als sich Eichner und Magotsch kennen und schätzen lernten. Andreas Magotsch abschließend: „Es tut außerordentlich gut, wenn man die Dinge mal so hört.“

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